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Oesterreicher unter Montecuculi 10 000 bis 11 000 Mann mit 20 Geschützen; ausserdemnoch ein Corps von Czarnecki. Summa circa 30 000 Mann.
Bereits am 13. (23.) October erreichte diese alliirte Armee Flensburg und bezogliier Winterquartiere, in welchen die Polen ganz furchtbar hausten, nachdem das SchlossGottorp capitulirt hatte.
Die Schweden waren vor dieser grossen Uebermacht bis Friedrichsöde zurück-gewichen und hatten nur 1600 Mann unter Ascheberg auf Alsen zurückgelassen, welcherindess bei Annäherung der Verbündeten in der Nacht zum 6. December durch eine kleinePforte in der Schlossmauer glücklich nach Ftinen entkam. Kopenhagen blieb noch blockirt.
In Friedericia hatten die Schweden im Januar 1659 noch 3000 Mann Besatzunggelassen, die von hier aus öfter ganz glückliche Streifzüge ausführten. Als nun abergegen das Frühjahr die Alliirten ernste Anstalt machten, die Festung zu blockiren,machten die Schweden die Befestigungen möglichst unbrauchbar und schifften nach Fünenüber, während nur die Citadelle erhalten und besetzt blieb.
Am 14. (24.) Mai rückten nun wirklich die Verbündeten mit 60 schweren Ge-schützen vor die Citadelle und eröffneten bereits am 15. die Laufgräben; — da zogGraf Wrangel in der Nacht zum 16. auch den letzten Theil der Besatzung nach Fünenherüber, nachdem er alle vier Bastionen hatte in die Luft sprengen lassen.
Der Kurfürst liess nun seinerseits die Werke möglichst wieder herstellen undlegte 16 Compagnien Dragoner hinein. — Sein Hauptobjekt blieb aber Fünen, und soconcentrirte er zu einem Uebergäng nach dieser Insel 5000 Mann zu Ross und 4000 Mannzu Fuss bei Stenderup und sieben grosse Kriegsschiffe, sowie eine grosse Anzahl kleinererFahrzeuge hart an der dortigen Küste.
Am 31. Mai machte man den ersten Versuch, die Insel Fanöe zu nehmen; öa in-dess der Wind hierbei umschlug, so wurde der Angriff mit Verlust zurückgewiesen.
Am 1. (11.) Juni wurde dieser Angriff in aller Frühe bei günstigem Winde undmit bedeutenden Kräften wiederholt, und es gelang auch, die 400 Schweden auf Fanöezu überwältigen, worauf man sofort die Insel mit zahlreichen Schanzen gegen das Ge-schütz von Fiinen deckte und dieselben mit einer grossen Anzahl Kanonen armirte. Hier-gegen liess nun Graf Wrangel das gegenüberliegende Ufer von Fünen ebenfalls starkbefestigen und mit Geschützen versehen.
In dieser Zeit boten sich die Franzosen als Friedensstifter an, allein ihre Vor-schläge fanden keinen Anklang. Namentlich setzten die Verbündeten ihre Anstrengungenmit grossem Eifer fort; es wurden noch mehr Schiffe herangezogen und 32 Com-pagnien Dänen von Femern herbeordert. Da der Kurfürst aber in Erfahrung gebrachthatte, dass Graf Wrangel gegenüber Fanöe Schanzen gebaut und in der Gegend 4000Mann concentrirt habe, so änderte man den Angriffspunkt und beabsichtigte nun einenStoss auf Middelfahrt auszuführen.
Nach grossartigen Vorbereitungen gingen zu dem Ende am 26. Juni (6. Juli) sechsKriegsschiffe und viele Transportfahrzeuge mit allen disponiblen Truppen von Fanöe ausnach Middelfahrt unter Segel und legten sich oberhalb der Stadt an das Ufer der Insel