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1 (1887)
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Lanclskrona und aclit nach Kronenburg gejagt und die drei oben benannten Schilfe auchnach Kopenhagen eingebracht hätten, etc."

Später indess gestanden die Dänen selbst ein, dass sie in Kopenhagen allein 400Holländer begraben und über 200 Verwundete verpflegt hätten, auch dass sie vier Schiffetotal verloren und dass ebenso die Vice-Admirale de Witte und Floris in dieser Schlachtgeblieben seien.

Den Schweden sollen in Wirklichkeit neun Schiffe seeuntüchtig gemacht wordensein, darunter die drei oben genannten; auch 500 Gefangene sollen sie eingebiisst haben.Selbst der Reichs - Admiral Graf Wrangel war durch einen Splitter leicht am Kopfeverwundet worden.

Am Schluss dieser Schlacht-Relation heisst es:

Die Holländer ihres theils bekennen gerne, dass der schwedische Admiral GrafWrangel dieses blutige Treffen so fast bei sechs Stunden gewähret sehr klüglichangestellt, indem seine Ordres solches allein vermocht hatte."

Jedenfalls hatte die schwächere schwedische Flotte nicht verhindern können, dassVerstärkungen nach Kopenhagen hineingeworfen wurden, weshalb der König von Schwedenes für gerathen hielt, in der nächstfolgenden Nacht sein Heer vor Kopenhagen etwasmehr zurückzuziehen und eine Aufstellung bei Wallyborg, eine Viertelmeile von der Stadt,zu nehmen.

In Kopenhagen hielt man dies für das Ende der Belagerung und arrangirte des-halb Dankfeste. Man wollte nun auch gleich offensiv gegen die Schweden vorgehen undihnen Kronenburg entreissen. Indess scheiterte der Anschlag total; die ganze ausgerückteAbtheilung wurde am 24. November von den Schweden gefangen genommen.

Im December trat nun wieder starker Frost ein, der alle Gräben mit einer dickenEisdecke belegte. Obgleich die Dänen sehr fleissig aufeisten, konnten sie doch nicht ver-hindern, dass schwedische Patrouillen bis hart an die Thore kamen und der Unter-nehmungsgeist der Schweden sich wieder so steigerte, dass man vielfach an einen Sturmdachte. Dies fühlte man bald in der belagerten Stadt und wurde gerade jetzt um sovorsichtiger, dies um so mein-, als man durch Zuzüge und durch die Nachricht vonBornholms Abfall von Schweden bedeutend ermuthigt wurde.

Schon am 11. (21.) November hatte der König Carl Gustav dem Reichs-AdmiralGraf Wrangel befohlen:nach Fünen zu gehen, um auf der in Holstein und Jütlandeingezogenen Oesterreicher und brandenburgischen Völker Vorhaben ein wachsames Augezu haben, weil sie gewisse Nachrichten bekommen, dass die Schiffer und Schuten schonordiniret worden, dieselbigen Völker überzuführen, und sollte er derowegen des folgendenTages unfehlbar aus Kopenhagen nach dem Belte auslaufen."

Schon am 12. (22.) November begab sich demnach der Reichs-Admiral von Kronen-burg nach Friedrichsburg, und wir werden ihn weiter unten als den glücklichen Ver-theidiger Fünens, selbst gegen die Angriffe des Grossen Kurfürsten sehen.

Kurfürst Friedrich Wilhelm hatte Berlin bereits am 7. (17.) September verlassen,um seinen vorausgegangenen Truppen zu folgen, welche in folgender Stärke ausgerücktwaren: Brandenburger 9000 Mann zu Fuss, 4000 zu Pferd, 3000 Dragoner, 42 Geschütze.

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