Im weiteren Verfolg keisst es wörtlich:
„Mittlerweile gerieth cler Reicks - Admiral an den Admiral Opdam, welcher dasSchiff „Eintracht" führte; er gab ihm beide Lagen und richtete ihn so zu, dass er dieuntersten Pforten zumachen lassen musste."
„Der Reichs-Admiral Graf Wrangel musste auch eine gute Lage von hinten durchdas Schiff von ihm annehmen; legte aber ihme (dem Opdam) sich an Bord, liesse mitMusketen verschiedene Salven in sein Volk, welches ziemlich häufig stund, geben undbegann ihn zu entern; derotwegen sechs Holländer, weil sie ihren Admiral in solcherNotli sahen, ihm zu entsetzen sich zum äussersten bemühten, und dahero den Reichs-Admiral von allen Orten und Enden befochten, welcher aber sie männlich abtrieb unddreiviertel Stunden lang ohne Entsatz sich alleine zu defendiren genöthigt ward, bis ihmendlich Bilkenstern mit noch fünf anderen Schiffen secundirte. Gleichwohl aber ward den-selben doch seine Wand, neben dem Besam, dem Ruder und anderen Geräthschaften der-gestalt weggeschossen, dass das Schiff nicht mehr regiert werden konnte und unbeweglichliegen musste; — dadurch der Admiral Opdam zwar salviret, — zwei seiner Secundernaber in Grund geschossen wurden."
„Es währete diese Freude aber nicht lange, sondern oftgedachter Opdam geriethferner an die schwedische Hauptschiffe, als die „Amarante" und den „Nordstern", welcheihn dergestalt kandtirten, dass er viele Todte und noch mehr Beschädigte, auch ein ganzrettloses Schiff' und in demselben schon etliche Fuss Wasser kriegte."
„Inmittelst als die Prinzipalisten dergestalt in Action waren, feierten die anderenCavalliere als H. Vice-Admiral Gustav von Wrangel und H. Heinrich Gerdson, auchnicht; — sondern es tliat ein jeglicher sein Bestes, so dass beide Flotten endlich voneinander kamen. — Denn die Holländer nmssten neben der Gegenwehr auch vorsichtigzusehen, wie sie die Kauffahrteischiffe und Sluyten sicher durchbringen möchten, derenaber keins von den Schweden angepackt ward, weil Seine Königliche Majestät es garhart verboten, damit sie dadurch nicht sollten am Gefecht verhindert werden, welchealso mit durchpassirten und sich mit den Kriegsschiffen hinter die Insel Wön, allwodie dänischen Schiffe zum Entsatz stunden, zogen. — Die Schweden begaben sich theilsnach Kronenburg, theils nach Landskrona in den Hafen. Jeder Tkeil schrieb sich denSieg zu."
„Die Schweden rühmten sich, dass sie offene See gehalten und die holländischeFlotte bis unter Wön verfolgt hätten, machten ihren Schaden klein und wollten von mehrnicht als drei Schiffen wissen, so sie verloren hätten, welche sie benamset: den „Nord-stern", den „Pelikan" und den „Leopard", welchen vorletzten sie zuvor den Dänen ab-genommen hatten, in diesem Gefechte aber durch seinen untreuen holländischen Kapitänan die Holländer übergeben worden; — hingegen hätten sie den Holländern drei Schiffeverbrannt, vier in den Grund und zwei an den Strand gejagt, worunter „Brederod" und„Breda" — auch über 400 Mann gefangen genommen, so dass dieselben mit den Todtenauf ihrer Flotte wohl bei 1000 Mann missen werden etc."
„Aber wiederum die Dänen und Holländer machten ihren Gewinn gross und rühmtensich, dass sie nicht allein die offene See gehalten, sondern 28 schwedische Schiffe nach