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kehrte der König mit allen anderen Truppen nach Kopenhagen zurück, wo er eine ener-gische Belagerung beginnt.
Die Dänen, angefeuert durch das Beispiel ihres Königs, hatten inzwischen Kopen-hagen zur hartnäckigsten Vertheidigung eingerichtet, die Wälle mit 16 000 Mann besetztund mit allem Eifer an der Herstellung der Flotte gearbeitet. Die durch Verträge zu-gesagte holländische Flotte wird ungeduldig erwartet; gleichzeitig lässt man dänischer-seits durch Plakate und Schriftstücke, die ins feindliche Lager eingeschmuggelt werden,die Schweden zur Desertion und Untreue auffordern.
Ihren wachsenden Muth bethätigen die Dänen durch zwölf verschiedentliche Aus-fälle, von denen namentlich der zweite am 23. August (2. September) für sie ein reichesResultat abwirft.
Da nun die Ankunft der niederländischen Flotte in nächster Zeit zu erwarten war,sandte man ihr am 20. (30.) September den Rest der schwedischen Flotte nach demSunde entgegen; gleichzeitig aber wurde vom Belagerungscorps die Insel Amager ge-nommen und besetzt, um so eine leichtere Verbindung mit der Flotte zu erhalten. Gegendie Arbeiten auf dieser Insel Amager machten die Dänen am 10. October ihren zehntenAusfall, wobei zufällig beide Könige sich ganz nahe gegenüber standen. Die Sache nahmübrigens nach und nach hier für die Schweden eine so bedenkliche Wendung, dass derKönig mit dem Marschall nur mit knapper Noth auf einem Kahne sich ans andere Uferretten konnten.
Nunmehr erhielt Graf Wrangel den bestimmten Befehl, als Reichs-Admiral sichzu der vorausgesegelten Flotte zu begeben, deren Oberbefehl zu übernehmen und denHolländern im Sunde entgegen zu treten. Die letzteren, befehligt vom Admiral BaronWassenaer, Herrn van Opdam, hatten sich bereits am 26. October (5. November) in jenenGewässern gezeigt und zwar in einer Stärke von 44 Kriegsschiffen, 6 Bremer- und vielenTransportschiffen, welch letztere der Besatzung von Kopenhagen auch Verstärkungen zu-führen sollten.
Am 27. und 28. October lag diese ganze holländische Flotte an der seeländischenSeite des Sundes bei Königskrug vor Anker; am 29. October ging sie mit gutem Windenach Süden unter Segel und war früh 8 Uhr zwischen Kronenburg und Heisingborg ebenangelangt, als ihr daselbst die schwedische Flotte unter dem Reichs-Admiral Carl GustavGraf Wrangel entgegentrat.
Dieselbe war in drei Escadres und eine Reserve in folgender Art eingetheilt:HI. Escadre: H. Escadre: I. Escadre:
Bilkenstern. Carl Gustav Graf Wrangel. H. Gerdson.
Reserve (Nachhut):
Vice-Admiral Gustav von Wrangel (VII 2).
Die nun sich entwickelnde Seeschlacht beginnt damit, dass der Reichs-AdmiralCarl Gustav Graf Wrangel auf seinem Admiralsschiff „Victoria" an der Spitze dervon ihm speciell befehligten II. Escadre direct auf die holländische Vorhut unter WitteWittens losgeht und dessen Hauptschiff „Brederod" zusammenschiesst; Witte wollte ent-fliehen, doch Bilkenstern eilt herbei und nimmt ihn gefangen.
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