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t,heile, es fallen ihnen viele vornehme Gefangene in die Hände, mehrere Ortschaften er-gehen sich ohne weiteres, auch einzelne Schilfe werden genommen.
Am 7. (17.) August 1658 landete die schwedische Flotte hei Korsör auf Seeland.Der König und Graf Wrangel stiegen mit fast sämmtlichen Truppen sogleich ans Land,während gleichzeitig das Kriegsschiff Neptun auf direkten Befehl das dänische Wacht-scliiff hei Nyhorg genommen hatte.
Kaum gelandet, geht auch schon Cavallerie unter Graf Totte am 8. (IC.) Augustals Avantgarde vor und macht noch denselben Tag 1000 dänische Reiter zu Gefangenen.
Am 9. (19.) August folgte das Gros über Slagelse nach Ringstedt, wo gleich-zeitig mit dem Könige auch zwei dänische Abgesandte anlangen, um sich Erklärungenüber diesen Friedensbruch auszubitten; die Herren wurden indess gar nicht vorgelassenund mussten schleunigst zurückkehren.
Ganz unbelästigt setzte der König seinen Marsch am 10. (20.) August bis Röskildefort und langte am 11. (21.) August eine halbe Meile vor Kopenhagen in dem Augen-blicke an, als die Vorstädte dieser Hauptstadt in Flammen aufgingen. Am 13. (23.)August rückte der König hart an die Stadt heran und umschloss sie zu Lande voll-ständig, während er den Reichs-Admiral Graf Wrangel mit drei Regimentern gegenKronenburg vorschob, welches damals sehr stark befestigt war und selbst Helsingörbeschützte.
Nachdem Graf Wrangel aus Schonen noch eine Verstärkung von drei Regi-mentern und einigen Geschützen unter Stenbock erhalten hatte, nahm er Helsingör, be-setzte es mit 200 Mann und begann die Belagerung.
Gleich anfangs machte der Commandant, Oberst Bonefeld, einen Ausfall, denGraf Wrangel sofort energisch zu seinem Vortheil benutzen will; die zu diesem Behufgegebenen Befehle werden indess nicht genau befolgt und so gelingt es den Dänen,grösstentlieils glücklich in ihre Festung zurückzukommen. Der Marschall, empört überdas Misslingen seines Planes, lässt über die Schuldigen Kriegsrecht halten und wer-den infolge dessen ein Major und ein Lieutenant für schuldig befunden und sofortaufgehängt.
Es musste nun der förmliche Angriff gegen das feste Schloss begonnen werden.Man ging mit Approchen gegen dasselbe vor und beschoss es aus 36 Geschützen. An-fangs wurde das Schloss selbst verschont; später indess, als der Commandant trotzigjede Uebereinkunft verweigerte, wurde es auf ausdrücklichen königlichen Befelil mit allerEnergie beschossen und bald stürzten die Mauern zusammen. Endlich, als der Graben-iibergang bereits gebaut ist und die Minengänge schon vollendet sind, ergiebt sich dieBesatzung am 6. (16.) September dem Reichs-Admiral und erhält von ihm einen ehren-vollen, freien Abzug gewährt.
Erst den 7. und 8. September wurde das Schloss förmlich den Schweden über-geben. Nunmehr konnte man beurtheilen, welche Menge von brauchbarem Proviant undKriegsmaterial hier aufgehäuft war. Der König kam in diesen Tagen selbst nach Kronen-burg; von den Schönheiten des Baues angezogen, befahl er sofort, das Schloss wiedermöglichst in stand zu setzen. Nachdem 150 Mann liier als Besatzung zurückgelassen,