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seinen Marsch so beschleunigt hatte, class bereits am 10. (20.) Februar die Vereinigungmit dem Könige stattfand.
Noch am nämlichen Tage trifft der König in Vordingsborg ein und findet hier bereitsenglische und dänische Abgesandte versammelt, welche Friedensunterhandlungen anbieten.Da indess eine Einigung nicht erzielt wird, setzt der König am 11. (21.) Februar seinenMarsch nach Kopenhagen ungestört fort. Hier herrschte die grösste Furcht und Be-stürzung. Als der König sich der Stadt auf zwei Meilen genähert hatte, wurden ihm Ab-gesandte entgegengeschickt, die um Waffenstillstand bitten, welchen der König indessnicht bewilligt. Nun entsendet man eiligst Friedensimterhändler in das Hauptquartier desKönigs nach Torstlundmaglo. Diese finden endlich gnädige Aufnahme; am 18. (28.) Februarwurde der Friede im Flecken Tostrup abgeschlossen, worauf die Könige von Schwedenund Dänemark am 3. (13.) März in Köskilde zusammenkamen, sich gegenseitig beschenktenund sodann am 7. (17.) März die Ratification des Friedens von Röskilde vollzogen.
Nach demselben blieben die schwedischen Truppen vorläufig auf Fiinen, in Jütlandund Holstein unter speciellem Befehl Graf Wrangeis, dem der König als besondereGratification 60 000 Thaler gab.
Wie gefürchtet Graf Wrangel damals von seinem Könige wurde, geht ausden Worten des Verfassers der „Gedanken über die Kalmarsche Union" im „HistorischenPortefeuille 1784 B. II p. 666 ffg." hervor: „Der König Carl Gustav hatte Seeland fürGraf Wrangel bestimmt, allein, weil dieser Mann kühn und ehrgeizig war und derKönig, wie er selbst sagte, aus seiner eigenen Beschaffenheit wusste, dass ein Ehrgeizigernie gesättigt werden kann, so wollte er schlimmen Folgen seiner Freigebigkeit dadurchzuvorkommen, dass er Kopenhagen völlig schleifete, auf dem Platz dieser Stadt nureine kleine Schanze zur Vertheidigung des Hafens und der Flotte diüdete und die Vor-rechte der Stadt unter die Bürger zu Malmöe und Landskrona vertheilte. Darauf wollteer seinen Sitz von Stockholm nach Schonen verlegen" etc.
Die Ausführung der Friedens-Stipulationen stösst jedoch gegenüber Dänemark aufviele Schwierigkeiten, in welchen es durch Brandenburg und Holland derartig bestärktwird, dass Schweden wieder rüsten muss. Marschall Graf Wrangel widerrieth zwarin einem am 7. Juli auf dem Schlosse Gottorp gehaltenen Kriegsrathe diesem noch-maligen Feldzuge entschieden, er blieb aber mit seiner Ansicht ganz isolirt und somitbeschliesst der König den zweiten dänischen Krieg.
Demzufolge wurde die Concentrirung säinmtlicher Truppen um Kiel befohlen. DerKönig bescheidet den Reichs-Admiral Graf Wrangel nach diesem Orte und trifft selbstden 31. Juli daselbst ein, während die Truppen in der Zeit vom 1. bis 3. August sichhier sammeln.
Am 5. (15.) August früh 6 Uhr stachen der König und Graf Wrangel mit dengesammelten Kräften von 4300 Mann zu Fuss und 2970 Mann zu Pferde von Kiel ausin See.
Währenddessen erscheint ganz unerwartet der Pfalzgraf von Sulzbach am 10. (20.)August vor Rendsburg, scliliesst es ein und lässt gleichzeitig das dänische RegimentEberstein überfallen. Dies rasche, energische Handeln bringt den Schweden grosse Vor-