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Dieser überlegene Angriff gelang auch vollständig, obgleich Graf Wrang eisMügelcolonne, zwei Compagnien des Regiments Waldeck und einige Reiter im Eiseeinbrachen und ertranken. — Zuletzt hielt sich ein grosser Hänfen Pussknechte undleistete in vortheilhafter Position verzweifelten Widerstand. Als Graf Wrangel diesbemerkte, ritt er dicht an sie heran und befahl ihnen, sich sofort zu ergeben, woraufdie Leute auch wirklich die Waffen fortwarfen und Oberst Jens den Degen an GrafWrangel aushändigte. Von der ganzen dänischen Armee, die aus 3000 Reitern und2200 Fussknechten bestanden hatte, entkamen kaum 200 Mann durch eilige Flucht.
Im weiteren Verfolg wurden Svendborg, Middelfahrt und Odensee ohne Hindernissegenommen und sehr reiche Beute an Kriegsmaterial gemacht. Auch viele Feinde, nament-lich höhere Offiziere, brachte man als Gefangene ein.
Als der König sodann vier bei Neuburg eingefrorene dänische Kriegsschiffe alsBeute in Beschlag nehmen wollte, kam ein englischer Unterhändler den Schweden ent-gegen und machte Friedensvorschläge. Auf dieselben einzugehen lag nun aber nicht inden Intentionen des Königs, er gab deshalb am 5. (15.) Februar dem Abgesandten freiesGeleit zurück und erklärte ihm, dass die begonnenen Operationen fortgesetzt würden.
Noch denselben Tag musste der Markgraf mit fast der ganzen Cavallerie vonSvendborg über die Insel Taasing nach Rudkiöping auf Langeland vorgehen.
Graf Wrangel war mittlerweile mit dem Gros der Armee auf Nyborg dirigirtworden und versuchte von liier aus über das Eis direkt nach Seeland überzugehen, vonwelchem Plane er jedoch absehen musste, weil der grosse Belt nicht vollständig zugefrorenwar. Dagegen nahm Graf Wrangel die schon oben erwähnten vier eingefrorenenKriegsschiffe bei Neuburg; er hatte nur zwei Stunden Bedenkzeit gestattet, die Besatzungzog es vor sich zu ergeben und so fielen Graf Wrangel nicht blos 600 Matrosen und400 Seesoldaten in die Hände, sondern auch ein reiches Kriegsmaterial, darunter nament-lich 180 metallene und viele eiserne Geschütze. Nehmen wir die in diesen Tagen aufden Inseln etc. eroberten Kanonen hinzu, so kann man den Verlust der Dänen auf circa300 Geschütze veranschlagen.
Nach Erreichung von Rudkiöping musste Graf Wrangel ungesäumt dem Königemit dem Gros folgen.
Auch auf Langeland fiel alles zu Gunsten der Schweden aus. Der König hatte nichtbloss Rudkiöping genommen, sondern war auch über die dort drei Meilen breite Eisflächehinüber nach Grimstedt auf Laaland gegangen. Am 7. Februar öffnete ihm der aufdieser Insel gelegene feste Platz Nakskov freiwillig die Tliore, wodurch der Königabermals 20 Geschütze erbeutete und 1600 Mann Gefangene machte.
Nach Zurücklassung einer Besatzung drang der König mit der Cavallerie immerweiter vor, so dass er bereits am 8. Februar Saxkiöping passirte und bei Nykiöping, denzugefrorenen Meeresarm überschreitend, die Insel Falster betrat, auf welcher er ungesäumtin der Richtung auf Seeland vorrückte und erst am Ufer des Sundes anhielt, der diesebeiden Inseln trennt. — Hier, gegenüber Vordingsborg auf Seeland, giebt der König denTruppen am 9. Februar einen Ruhetag und erwartet den nachrückenden Marschall, der