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1 (1887)
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Graf Wrangel ordnete sofort zum 2G. Januar 1658 eine Concentration seinersämmtlichen in Jütland befindlichen Truppen zwischen Kolding und Friedrichsöde an. EinGleiches geschah vom Könige am 28. Januar zu Flensburg mit allen zerstreuten Truppenaus dem südlichen Schleswig.

Da das Eis hielt, schob Graf Wrangel eine Art Avantgarde von fünfzig Reiternmit einigem Fussvolk nach der Insel Bramsoe (Brandsoe) vor, dislocirte das Gros seinerTruppen zwischen Kolding und Hadersleben, verlegte sein Hauptquartier nach Heiisenund verstärkte von hier aus die Besatzung von Bramsoe nach und nach immer mehr.

Soweit waren die Vorbereitungen gediehen, als der König, von Graf Wrangel inAnslet empfangen, ankam. Beide ritten sodann nach Bramsoe hinüber, wo der König-vorläufig verblieb, während Graf Wrangel persönlich weiter gegen Firnen vorritt, umdas Eis selbst zu prüfen. An der schmälsten Stelle fand man die Eisdecke zu dünn,weshalb weitere Recognoscirungen vorgenommen wurden, die günstigere Resultate ergaben,so dass die Truppen zum 30. Januar sämmtlicli nach Bramsoe beordert wurden, mit hin-reichender Anzahl von Brettern, Stangen etc. versehen.

Von Heiisen liess der König die Hauptwache bestehend in dem Ihrer Majestätder Königin gehörenden anhaltinischen Regimente und dem Leibregiment des Reiclis-Admirals unter Commando des Oberst Bonmann sarnrnt 390 Knechten gegen Bramsoevorangehen, während diesen Truppen der König selbst unmittelbar folgte.

Nach nochmaliger Untersuchung des Eises in betreff seiner Haltbarkeit ging dieAvantgarde ungesäumt nach Flinen über und wurde auch alsobald mit den unter SeestädtsOberbefehl dort aufgestellten dänischen Truppen handgemein.

Währenddessen formirte der König bei Bramsoe seine Armee, die aus 9000 Mannzu Ross und 3000 Mann zu Fuss bestand. Den rechten Flügel befehligte der Markgrafvon Baden und Generalmajor von Trotte, den linken Generalmajor Berens, das Centrum GrafJacob de la Gardie und Generalmajor Tavasor.

Noch hatte der König die Aufstellung nicht vollendet, weil das Eintreffen der In-fanterie erwartet wurde, als Graf Wrangel den ungleichen Kampf seiner Avantgarde ander Küste Fünens bemerkte. Da augenblickliches Handeln nöthig erschien, so setzte ersich ohne weiteres an die Spitze der Reiterei des linken Flügels und unterstützte mitderselben seine Avantgarde so kräftig, dass er bald den Oberst Seestädt in seinerPosition bei Tybrung und Fundschau total schlug, ihn selbst mit seinem Offizier - Corpsgefangen nahm und dem nunmehr vorrückenden Könige die bereits genommenen feind-lichen Fahnen entgegensenden konnte.

Als der König mit dem Gros der Armee auf dem Schlachtfelde eintrifft, sind diedänischen Reserven auch eben angelangt, mit denen Oberst Jens, in Abwesenheit desGenerals Gyldenlufvnds (Güldenlöwe), etwas mehr rückwärts eine sehr vortheilhafte Auf-stellung eingenommen hatte.

Graf Wrangel wollte eben zum Angriff' gegen diese Position vorgehen, als derKönig plötzlich eine andere Disposition ausgiebt, nach welcher Graf Wrangel die Dänenrechts am Wasser angreifen soll, während der König die Mitte nimmt und der linkeFlügel unter den Markgrafen und General von Trotte gestellt wird.