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1 (1887)
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Corps wurden ausserdem noch in Jütland mehrere Schanzen bei Aalborg genommen unddabei viel Kriegsmaterial erbeutet.

Der König wurde indess bald über die lange Belagerung von Friedrichsöde un-geduldig und empfahl dringend einen Sturm, obgleich Graf Wra'ngel ausser seinerCavallerie nur 4000 Mann zu Fuss hatte, während die Festung von 6000 Dänen ver-theidigt wurde. Nachdem GrafWrangel die Wälle und Gräben in mehreren aufeinanderfolgenden Nächten durch herankriechende Leute genau hatte recognosciren lassen, wardin einem am 23. October (2. November) abgehaltenen Kriegsrathe beschlossen, den Sturmin nächster Nacht zu unternehmen, und zwar sollte derselbe durch drei Colonnen ausgeführtwerden, von denen der Marschall selbst die Colonne des rechten Flügels, zunächst der See,führen wollte, welche aus vier Brigaden bestand.

Generallieutenant Graf de la Gardie sollte ebenfalls mit vier Brigaden die beidenmittelsten Bastionen nahe dem Galgenberge stürmen, während Generalmajor Berens mitder dritten Colonne gegen die nach Norden gelegene Königspforte vorzugehen hatte.

In der Nacht vom 23. zum 24. October sammelten sich die Colonnen auf den genaubestimmten Plätzen und mit Tagesanbruch erfolgte der Sturm auf Friedrichsöde in nach-folgend beschriebener Art:

Wie nun die zum Anfall bequem geachtete Zeit heramiahete und wegen desZeichens verabredet war, dass, sobald in einem wüsten Dorfe, wovon Graf Wrangelunweit stand, ein Haus in Feuer aufgehen würde, man allsofort von allen drei Orten herzugleich auf die Festung ansetzen sollte, wozu Seine Excellenz zuvor das WortHilfJesu!" austheilte, und dabei befahl, dass ein jeder einen Büschel Stroh, zum Unterschiedwer Freund und Feind, auf den Hut stecken sollte; so brachen die Völker auf solchegegebene Losung aus ihren Orten hervor, da denn Seine Excellenz auf seinen Postenordinirte, dass

1) die dreizehn Zimmerleute, nebst etlichen Unteroffizieren vorangehen und diePallisaden, um den Reitern einen Weg dadurch zu machen, abhauen mussten; darauf folgten

2) die Artillerieleute, wie oben gedacht, mit Handgranaten; sodann

3) fünfzig Knechte unter einem Kapitän mit dieser angemessenen Ordre, alsofortdie halbe Bastion, so nächst am Wasser lag, zu besteigen, welchen

4) der Graf Niels Brahe später des Marschalls Schwiegersohn und OberstSparr mit ihren Brigaden folgten."

Auf die nächste Bastion zur Linken ging der Oberst Fersen und Oberst Spens los;und indem die Knechte im Besteigen der Bastion im Werk begriffen waren, ritt der Fürstvon Anhalt mit bei sich habenden beiden Regimentern zu Pferd, um die beiden erstenReihen Pallisaden durch das Wasser, wie sie aber vor die dritte kamen, ergab es sich,dass das Wasser zu tief und sie nicht weiter reiten konnten, liess derotwegen etlicheReiter absitzen, die mussten mit den zu solch End expresse mitgenommenen Aexten, einLoch durch solche Pallisaden machen, dass sie also dadurch in die Stadt hinein dringenkonnten, allwo sie eine Brigade von der dänischen Besatzung vor sich fanden, die siealsofort chergirten und übern Haufen warfen."

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