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1 (1887)
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Doch waren alle Bemühungen fruchtlos. Radziejowski wurde nun in Gefangenschaft ge-setzt und erst entlassen, nachdem der Friede geschlossen war. 1 )

Gegen das Ende des Jahres 1656 wurde Graf Wrangel nach Pommern ge-schickt, wo die Polen, welche sich nach ihrer Niederlage bei Warschau wiederum erholthatten, Streifzüge unternahmen. Gleichzeitig wurden die Dänen verdächtig ein geheimesVerständniss mit der Stadt Stralsund zu unterhalten. Graf Wrangel musste daherseine Wachsamkeit auch auf die übrigen schwedischen Länder in Deutschland richten,weil der König aus Frankreich erfuhr, dass der Kaisei' Dänemark wider Schweden in denHarnisch zu bringen suche. 2 )

Der König Carl Gustav führte die in Polen entbehrlichen Truppen, 8000 Mann stark,gegen die Dänen. Als er im .Juli Stettin passirt, übergab ihm Graf Wrangel in Wolgastneuformirte Mannschaften und 30 neue Geschütze.

Obgleich der König in diesem ersten dänischen Kriege sich speciell den Oberbefehlvorbehält, erhielt doch Graf Wrangel das Commando der Hauptarmee. Der Pfalzgrafvon Sulzbach, der am 13. (23.) Juli in Rostock ankam, befehligte die Avantgarde.

Die Dänen hatten mit dem grösseren Theil ihrer Truppen Holstein besetzt undwaren mit 9000 Mann und 40 Kanonen in das Bremer Land eingefallen, welches schonfast gänzlich von ihnen erobert war, als der König die holsteinische Grenze überschritt.

Ungeachtet die Dänen beim Herannahen des Feindes eilig nach Holstein zurück-gingen, entsandte der König dennoch den Feldmarschall von Hamburg aus am 27. Julimit 1800 Mann in der Richtung auf Bremen; bald war die Bützflether und GesendorferSchanze genommen und bei der letzteren eine grosse Anzahl Pferde erbeutet, die von derdänischen Cavallerie bei ihrer übereilten Flucht zurückgelassen waren.

Nachdem Graf Wrangel in sehr kurzer Zeit das ganze Herzogthum Bremenunterworfen hatte, mit Ausnahme von Bremervörde, das durch Ascheberg eingeschlossenward, kehrte er über die Elbe zur Hauptarmee zurück, welche unterdessen in Holsteinmehrere Schanzen erobert hatte und nach Kiel gegangen war. Graf Wrangel traf hieram IS. (28.) August ein.

Der König war inzwischen mit der Avantgarde bereits am 14. (24.) August inGottorp und am 18. (28.) August in Flensburg eingerückt, die fliehenden Dänen vorsich hertreibend, die nun in Friedrichsöde (Fridericia) sich einschliessen, welchen Ortder König am 25. August (4. September) zu belagern begann. Der Marschall, der sichnunmehr mit dem Könige vereinigte, nimmt thätigen Antheil an der Bescliiessung derFestung, wobei eine feindliche Kugel sein eigenes Zelt durchschlägt.

Nachdem der König das Heer verlassen, übernahm Graf Wrangel den Oberbefehlund begann nunmehr die Sache etwas systematischer anzufassen. Er liess sofort dieFestung durch eine enge Einscliliessung vom Lande isoliren und von starken Streif-Commandos in ganz Schleswig und Jütland hohe Contributionen eintreiben. Der Marschallselbst nahm sein Hauptquartier in Bredstrop, wo man noch im Kriege 1849 die Liniender um diesen Ort aufgeworfenen Verschanzungen erkennen konnte. Durch seine Streif-

i) Loccenius 779783, 813: Pufendorf, de rebus Carol. Gust. 1. III, § 1528, 42, 1.1Y, § 3, p. 333; Cadebuscli, Bd. 3, p. 303309.Pufendorf, de reb. Carol. Gust., 1. III, § 39, 92, üb. IV, § 10.