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von Wrang el traf nun hier mit der Reiterei und 30 Geschützen ein, konnte aber diePosition nicht nehmen, da die Infanterie des forcirten Nachtmarsches wegen vor Ermüdungnicht mehr hatte folgen können. Erst die Nacht machte liier dem Kampfe ein Ende.
Während der Nacht zogen die Kaiserlichen, die selbst ihren Verlust auf 1782Mann, 6 Kanonen, 353 Wagen und 633 Pferde angeben, sich hinter die Wertacli zurück,so dass sie nun hart vor Augsburg standen.
In der traurigsten Verfassung führen Gronsfeld und Montecuculi die Armee am8. (18.) Mai über den Lech, stellen sich bei Kissing auf, und es gelingt ihnen, sich andem zufällig sehr angeschwollenen Flusse bis zum 18. (28.) Mai zu halten.
Der Feldmarschall von Wrangel entsandte unmittelbar nach der Schlacht denGeneral Königsmarck mit vier Regimentern zu Pferde, seinen Dragonern und seiner Leib-Compagnie zurück au die Donau, durch die Oberpfalz nach Böhmen.
von Wrangel selbst marsckirte am 14. (24.) Mai zur Täuschimg seines Gegnersden Lech aufwärts, den Feind cotoyirend; in der Nacht kommt der Feldmarschall aberrasch zurück, doch der Feind bemerkt es, kehrt ebenfalls um und steht am andernMorgen den Schweden gerade gegenüber, und zwar auf derselben Stelle, wo schon Tillyden Lech gegen Gustav Adolf vertheidigt hatte, was nun von Wrangel veranlasste,auch seinerseits die Aufstellung des Königs zu wählen.
Eine Schlacht schien somit unvermeidlich; zu einem solchen Wagstück hatte aberGronsfeld vom Kurfürsten keine Erlaubniss erhalten, weshalb der gemeinschaftliche Rück-zug ins Innere Bayerns beschlossen wurde; dieser wurde denn auch am 6. (16.) Maiin einer, allerdings so übereilten Weise angetreten, dass man den grössten Theil desHeergeräths am Lecli stehen liess, obschon die Schweden erst am 19. (29.) Mai mit demSchlagen einer Brücke über den sehr angeschwollenen Fluss zu stände kommen konnten.
Dieses gab nun das Zeichen zu einer allgemeinen Flucht in ganz Bayern, vorander Kurfürst Maximilian, welcher nach Wasserburg und Salzburg ging, doch nicht, ohnevorher den General Gronsfeld wegen der schlechten Vertheidigung des Lech verhaften undvor ein Kriegsgericht stellen zu lassen. Gronsfeld wurde jedoch, da er bewies, in allemden bestimmten Insructionen des Kurfürsten streng nachgekommen zu sein, freigesprochen.
von Wrangel liess nur 2000 Mann an der Lechbrücke bei Rain zurück undrückte mit Turenne langsam gegen die Isar vor, indem er das Land gründlich verwüstete,um den Kurfürten für seinen Treubruch recht empfindlich zu strafen, von Wrangel,welcher die weichende kaiserliche Armee immer weiter verfolgte, legte eine Besatzungin das verlassene Landshut, vertrieb den Feind bei Freising und überschritt am 22.Mai (1. Juni) auf einer von seinen Truppen geschlagenen Brücke die Isar.
In dieser Zeit fordert von Wrangel von Bayern 2 000 000 Gulden Gold alsRantion und tritt deshalb mit dem bayerischen Minister, Grafen Kurzen, in Briefwechsel.Derselbe führte aber zu keinem Resultat, und da der Kurfürst nicht zahlte, so musstees das Land entgelten.
Bei Gelegenheit des Marsches über Erdingen und Haag schleift von Wrangelden 28. Mai das Scliloss Hochburg und trifft am 2. (12.) Juni in der Stadt Mühldorf ein,wo auf dem andern Ufer des Inn eine Schanze lag, die von den Bayern besetzt war.