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1 (1887)
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von den Truppen ab ins Feld geritten, ( hielt ein kaiserlicher Kittmeister, der vordemauch Trompeter gewesen, mit einem Trupp im Busch und ward den Feldmarschall und denbei sich habenden Trompeter gewahr. Der Kittmeister sagte daher zu seinen Leuten:Das ist bei dem Teufel der General; denn ich kenne den Trompeter, so mit ihm reitet,gar wohl bin vor diesem sein Kamerad gewesen."Solche Rede", sagt die alteChronik,hat der Herr General zweifelsohne aus himmlischer Yerhängniss gehöret,dem Pferde alsbald die Sporen gegeben und ist zu seinen Truppen zurückgeeilt."

Der kaiserliche Rittmeister setzte zwar ans dem Busche nach und kam dem Generalschon so nahe, dass er ihn bald hätte mit den Händen erreichen können; der begleitendePage bemerkte dies, eilte sofort herbei und gab Feuer auf den Rittmeister. Letzterererschoss indessen dem Pagen das Pferd unter dem Leibe, wandte sich hierauf undsprengte davon so war von Wrangel gerettet.

Am 17. (27.) April verliess von Wrangel Dinkelsbühl, nachdem er es befestigtund mit hinlänglicher Besatzung versehen. Im Verein mit den französischen Regimenternbezog er am 20. (30.) April das Hauptquartier in Göppingen, Turenne das in Reutlingen.

Nach den Anstrengungen der Winter - Champagne gönnte man hier den Truppeneinige Wochen Ruhe und bezog deshalb weitläufige Erholungsquartiere.

In Göppingen erhielt von Wrangel einen eigenhändigen, höchst gnädigen Briefvon der Königin Christine, worin sie sagt:Wie sie mit seinen bisherigen Handlungengar wohl zufrieden wäre, hätte jedoch aus hoch bewegenden Ursachen dem PfalzgrafenCarl Gustav das Obercommando auftragen müssen, jedoch solcher Gestalt, dass ernächst demselbem das Commando führen solle."

Ausserdem schenkte die Königin dem Feldmarschall das Schloss Bremervördeund erhöhte sein Jahresgehalt um 12 000 Thaler.

Der Pfalzgraf schrieb ebenfalls an von Wrangel höchst freundliche Briefe mitder Zusicherung, keine Hauptaction ohne seinen besonderen Rath unternehmen zu wollen.

Somit konnte eigentlich von Wrangel gar nicht anders, als dem Befehle seinerKönigin treulich nachzukommen und zwar um so mehr, als damals jedermann die Ueber-zeugung hatte, dass der Pfalzgraf der baldige Gemahl der Königin sein würde.

Der Feind hatte sein Hauptquartier in letzter Zeit nach Günzburg verlegt, wäh-rend er einzelne Abtheilungen auch auf das linke Donau-Ufer hinübergeschoben hatte.

Das inzwischen durch die Tureunesche Armee verstärkte schwedische Heer, 1 ) aufvierzehn Tage mit Lebensmitteln versehen, war am 1.(11.) Mai aus seinen Quartierenaufgebrochen und erschien am 3. (13.) Mai bei Langenau, eine Meile von Günzburg.

Melander hatte iudess nicht die Absicht, hier stehen zu bleiben; er brach deshalbdie Donaubrücke ab und ging auf Augsburg zurück, von Wrangel und Turenne verfolgtenihn sofort über die erhalten gebliebene Donaubrücke bei Lauingen am 6. (16.) Mai bisnach Zusmarshausen an der Zusam, an deren östlichem Ufer der Feind eine vortheilhafteStellung eingenommen hatte. Am Abend genannten Tages erschien von Wrangel per-

i) von Wrangeis und Turennes Armee hatte damals folgende Stärke: 35 schwedische Reiter-Regimenter zu 10 500 Mann (2000ohne Pferde), 8 schwedische Brigaden zu Fuss mit 4500 Mann, französische Reiterei 4000 Mann (800 ohne Pferde), französisches Fussvolk3000 Mann, zusammen 22000 Mann.