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reibung derselben gelang. Oberst Pacbonhay sowie alle Offiziere und Leute, die nichtgeblieben, wurden gefangen.
Nach Aufgabe dieser Höhen verschanzten sich die Schweden dicht vor Töpl, wosich das kaiserliche Hauptquartier befand. Unbedeutende Beschiessungen und Posten-neckereien füllten die nächsten Tage bis 31. August (10. September) aus. Am 7. Sep-tember kündigten die Bayern den Waffenstillstand, wodurch Aenderungen in den Bewe-gungen von Wrangeis veranlasst wurden.
Die beiden feindlichen Hauptarmeen blieben nun noch einige Tage ziemlich un-tliätig bei Töpl einander gegenüber stehen. Als aber die Kaiserlichen erfuhren, dassGeneral von Hammerstein mit Regimentern vom Königsmarckschen Corps im Anmarsch zuder schwedischen Hauptarmee sei, brachen sie zur Nachtzeit von Töpl auf und rücktennach ihrem alten Lager bei Triebel.
Am 8. (18.) September marschirte auch von Wrangel nach Kaaden und Saatz,wo er die von Hammerstein geführten Unterstützungen an sich zog und dadurch eineStärke von 9(344 Mann zu Pferde und 4530 Mann zu Fuss erreichte, mit welchen er nunein verschanztes Lager hinter der Eger bezog.
Infolge des von Bayern gekündigten Waffenstillstandes fühlte sich von Wrangeldocli zu schwach, die beabsichtigte Vereinigung Melanders mit den Bayern zu stören,und um sich dieser Uebermacht zu entziehen, brach er am 20. (30.) September vonKaaden und Saatz auf und rückte über Annaberg nach Meissen.
Melander folgte bis Saatz und vereinigte sich hier mit 13 bayerischen Regimenternunter Gronsfeld, während andere 8 bayerische Regimenter nach Memmingen gingen.
Nach dieser Vereinigung zog sich von Wrangel an die Saale zurück, die ertheils bei Merseburg — wo die Brücke brach —, theils bei Naumburg überschritt, nach-dem Wittenberg wiederum nach Schlesien entsandt worden war, um dem jetzt dort auf-tretenden Johann de Werth kräftig entgegenzutreten.
Im Hinblick auf seine Schwäche musste von Wrangel danach streben, sich mitKönigsmarck und den Hessen zu vereinigen; er marschirte deshalb nach Höxter, über-schritt hier auf einer Schiffbrücke am 29. October (8. November) die Weser und schlugsein Hauptquartier in Corvey auf.
Durch das höchst saumselige Nachfolgen der Kaiserlichen unter Melander entgingendie Schweden, deren Angelegenheiten in Anbetracht der erheblichen Schwäche selten soschlecht gestanden hatten, grossen Gefahren; denn unbedenklich hätten nun die Wrangei-schen Truppen über Braunschweig nach Pommern geworfen werden können, zumal daKönigsmarck und die Hessen an Lamboy ihren Gegner an der Ems gefunden hatten.
Melander folgte nicht, sondern verwüstete Hessen und kam am 16. (26.) Novemberbis Zierenberg. Um aber dem General von Wrangel nacheilen zu können, bedurfte erder Verstärkung durch die Bayern, deren General Gronsfeld indessen geheime Befelileseines Kurfürsten erhalten hatte, nichts weiter gegen die Schweden zu unternehmen, weilin solchem Falle Bayern ernstlich durch Frankreich bedroht werden würde. Gronsfeldtrennte daher seine Truppen von den Kaiserlichen und nahm Quartier in Franken.
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