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1 (1887)
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Juli wird vollständig zurückgeschlagen; ein am 20. (30.) Juli durch den Feldmarschallvon Wrangel in Begleitung des Generalmajors Helm von Wrangel (Hl 41) unter-nommener Ueberfall des Lagers der Kaiserlichen ist mit dem glücklichsten Erfolgegekrönt.

Einige Tage bleiben nun noch die feindlichen Heere sich gegenüber stellen, be-schiessen sich gegenseitig, während die Vortruppen sich abwechselnd beunruhigen, bisdie Kaiserlichen durch Mangel an Verpflegung gezwungen werden, am 29. Juli (8. August)ihr Lager abzubrechen und auf Plan abzumarschiren. Die Schweden wollen sofort nach-setzen, doch Melander selbst schützt sein Heer mit einer starken Arrieregarde von zehnRegimentern zu Pferd, 2000 Musketieren und sechzehn Geschützen. Auf diese Weisegelingt es ihm, dasselbe ohne grosse Verluste nach Plan zu führen. Die Schwedenfolgen sofort und lagern sich eine halbe Meile von ihm entfernt. Der Kaiser hatte mitdem Hofkriegsrath von Plan aus seine Armee verlassen.

So standen also die Schweden bereits am 3. (13.) August bei Plan und beginnenauch sofort sicli zu verschanzen. Da die Kaiserlichen ein gleiches bei dem Schloss Triebelthun, so musste von Wrangel Sicherheiten treffen, um sein in der Flanke bedrohtesLager zu schützen. Als daher der Feldmarschall zwei neue Schanzen aufwerfen lassenwollte, wurden am Nachmittage des 12. (22.) August die Arbeiter und deren Bedeckungaus einem Hinterhalt, den Johann de Werth und Montecuculi gelegt, überfallen und insLager zurückgetrieben. Dem nun mit anderen Generalen erscheinenden Feldmarschallvon Wrangel gelingt es jedoch, die zerstreuten Regimenter zum Stehen zu bringen unddie Kaiserlichen durch schwedische Gavallerie aufzuhalten. Es kam zu einem hitzigenzweistündigen Treffen, in welchem auf beiden Seiten sehr tapfer gefochten wurde. DieSchweden gaben ihren Verlust in diesem Treffen auf 117 Todte — worunter sich auchder Generalmajor Helm von Wrangel (HI 41) befand — und 189 Verwundete an.

Beide Armeen blieben nun noch einige Tage sich einander gegenüber stehen, inwelcher Zeit nur kleine Scharmützel ohne Bedeutung vorfielen, bis die Schweden, durchFuttermangel genöthigt, eine andere Aufstellung nahmen, wodurch sie sich allerdingsvon Tachau entfernten und so dem Feinde Gelegenheit gaben, dieses Schloss am 26. August(5. September) in Besitz zu nehmen, nachdem die schwache schwedische Besatzung das-selbe verlassen hatte.

Infolge einer Bewegung der Kaiserlichen gegen die Königswarter Schanze wandtesich von Wrangel am 28. August (7. September) nach TOpl, wo er zwischen diesemOrte und Teusing eine vortheilhafte Aufstellung nahm, gegen welche die Kaiserlichen sichalsobald in Marsch setzten.

Beide Heere führten eigentlich hierdurch einen Flankenmarsch aus — die Kaiser-lichen allerdings auf der Hauptstrasse, während die Schweden auf Nebenwegen marschirten.Somit erlangten erstere bald einen Vorsprung, wodurch es ihnen möglich wurde, mit dreiRegimentern eine dominirende Höhe zwischen beiden Lagern zu besetzen, ehe die Schwedenangekommen waren. Die Kaiserlichen liessen aber die Pferde unten im Gebüsch stehen;von Wrangel, hiervon in Kenntniss gesetzt, entsandte sofort drei Brigaden zur Ver-treibung jener auf der Höhe postirten drei Regimenter, Avas auch mit vollständiger Auf-