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auch daselbst mit mehreren Generalen einen Besuch — „allwo sie mit drei Karosseneingeholet und bei Hofe logiret worden".
Nachdem er Schweinfurt stark befestigt und sein Heer auf 8S Compagnien zu Fuss,52 Stück grosse Geschütze, 12 000 Reiter mit 300 Munitionswagen gebracht hat, will ernach Böhmen einrücken, wo Graf Melander unter der Bedingung, unabhängig vom Hofkriegs-ratli zu sein, das Commando der kaiserlichen Armee nach Holzapfel übernommen hatte.
Zu seiner Verstärkung zog der Feldmarschall den General Wittenberg von Schlesiennach Böhmen heran, während Königsmarck in Westfalen gegen Lamboy stehen blieb.
Gegen Ende Mai brach nun von Wrangel von Schweinfurt über Bamberg nachEgen auf, traf liier den 9. (19.) Juni ein und fand die Kaiserlichen bei Budweis vor sich.
Noch am 9. (19.) Juni berannte er die Stadt; in den folgenden beiden Tagen gelangtedas Fussvolk mit den Stücken vollständig an, so dass der Commandant, Oberst Franz Pa-radies, die Vorstädte anzündete und mit der Garnison, die sich auf 1500 Mann zu Fuss undeinige Freiwerber belief, sowie mit der ganzen Bürgerschaft zur Gegenwehr nothwendigeAnstellung machte. „Nach Verfertigung der Batterien zwischen dem Ober- und Kamt.horewurde am 14. (24.) und 15. (25.) Juni von den Schweden die Stadt beschossen und zwarso, dass die Streichlinien auf selbiger Seite bis an das Wasser mehrerentlieils ruinirt,sowie auch bei dem Schäfftlior und auf dem Spitalberg gegenüber der Burg die Geschützegepflanzt und der schwarze Thurm allda stark beschossen, auch durch eingeworfene Feuer-kugeln und Granaten ein ziemlicher Brand verursacht ward, der indessen noch rechtzeitigvon den Belagerten gelöscht und unter anderen geschehenen Gegenwehren auch ein grosserAusfall gemacht wurde."
Obwohl die Schweden wegen der eingetretenen nassen Witterung einige Tagemanche Hindernisse fanden, so gingen sie mit ihren Approchen bis auf 15 Schritt an denGraben heran, schnitten sich hier ein und zerschossen die oberen Theile von dem Schwarzen-und Veilthurm, auch das Rundel zwischen dem Obern- und Flössthor, so dass den Be-lagerten ihre Gegenwehr benommen wurde.
Inzwischen hatte der Oberst Paradies alle feuergefährlichen Häuser abbrechen undmehrere Abschnitte in der Stadt selbst herstellen lassen.
Am 21. (31.) Juli entstand abermals durch eingeworfene glühende Kugeln an zweiOrten ein Brand, welcher wiederum gelöscht wurde. Auch ward aus der Stadt ein Aus-fall gemacht.
von Wrangel hatte seine Hauptbatterie bei Nonnenhof aufgefahren, liess nun die-
Vorstadt von Eger abbrennen und besetzte auch noch gleichzeitig die KönigswarterSchanze mit 300 Mann. Ein aufgefangener Brief des Kaisers an den Commandanten, inwelchem er den herannahenden Entsatz ankündigt, veranlasst von Wrangel, die Be-lagerung mit grösster Energie zu betreiben.
Den 30. Juni bis 1. Juli (10. bis 11. Juli) liess man, nachdem der Commandantzu accordiren gesucht und mit etlichen Bürgern und Einwohnern sammt allen den Ihrigenmit Sack und Pack auszuziehen versucht, eine Mine sprengen; hierdurch wurde einestarke Mauer, die bei dem Eamthörlein gestanden, in den Graben geworfen und Palli-saden ruinirt. Sodann wurde die Stadt stark beschossen.