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1 (1887)
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am Fussach nehmen und rüstete sicli zur Gegenwehr, wobei der Rath und die Bürger-schaft von Lindau ihm allen Vorschub und möglichste Beihilfe geleistet.

Nach persönlicher Recognoscirung der Stadt und des Kapuziner - Klosters führtevon Wränge 1 eine Batterie auf, beschoss und bewarf die Stadt, liess auf der andernSeite Laufgräben ausheben und andere Vorbereitungen zu Wasser und zu Lande machen.

Eine am 16. Januar 1647 vom kaiserlichen General Gallas der Stadt Lindau zu-gesagte Verstärkung war nicht eingetroffen und blieb sonach der Commandant auf sichbeschränkt.

Inzwischen besetzte von Wrangel das Schloss Langen-Arga (dessen Commandantin Lindau enthauptet wurde, weil er es zu eili^- verlassen hatte) und rüstete seine Kriegs-schiffe zu Bregenz aus. Zwei derselben sandte von Wrangel am Abend des 22. Januarvor die Stadt Lindau; sie wurden aber zurückgeschlagen. Am folgenden Tage jedoch kamenfünf Schiffe heran, welche im Vereine mit den Batterien beim Kapuziner-Kloster und ausder Gärber-Schanze die Stadt nunmehr beschossen.

Der Brückenkopf, von den Belagerten gut verstärkt, war besetzt und leistetekräftigen Widerstand, ebenso wurde den schwedischen Minen durch Contre-Minen wirk-sam entgegengetreten.

Ein am 30. Januar (9. Februar) unternommener Sturm wurde tapfer zurück-geschlagen, und obgleich am 2. (12.) Februar eine Mine sogar ein Drittel der Schanzezerstörte, ward sie dennoch gehalten.

Die eigentliche Belagerung der Stadt scheint am 5. (15.) Januar begonnen zu haben,wo von vier Uhr nachmittags an eine starke Beschiessung begann, welche mit grosserHeftigkeit drei Stunden hindurch währte; über 250 glühende Kugeln schlugen dabei indie Stadt ein, welche indess durch die zweckmässigen Anordnungen des Oberst Crivelleverhältnissmässig nur wenig litt; letzterer leitete sogar einige glückliche Ausfälle.

Den 22. Januar' (2. Februar) erschienen die Schweden mit dreizehn Schiffen aufdem See und eröffneten ein kleines Feuer auf die Stadt, welches dieselbe erwiderte. Siefuhren hierauf nach der Insel Mainau ab, welche ihnen deren Commandant, der Oberst-lieutenant Hiuidpiss, Deutsch - Ordens - Komtlmr, am 25. Januar (4. Februar) durch Ver-einbarung übergab.

Die von den Schweden bei den Linden wieder gebauten und armirten Batterienwurden indessen durch starkes Gegenfeuer ruinirt.

Am 15. Februar besichtigte von Wrangel nicht nur die Schanze vor der Brücke,sondern sandte wieder viele Schiffe auf dem See gegen die Stadt und beschoss diese stark;gleichzeitig liess er die unter der gedachten Schanze befindliche Mine sprengen, so dassdiese Schanze nun auch auf der rechten Seite demolirt wurde und von beiden Seiten un-besetzt blieb.

Am 16. nachmittags warfen die Schweden zum letzten Male Granaten in die Stadt undgaben am 19. Februar (1. März) früh nur noch zwei Schuss ab; weil die Belagerten wiedereinen glücklichen Ausfall 1 ) machten bereiteten sich die Schweden zum Abzug vor. Hiermit

!) Dieser Ausfall glückte hauptsächlich dadurch, dass die Leute Heraden übergezogen hatten, so dass sie auf demJächnee zuspät bemerkt wurden.

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