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land immer melir zu vervollkommnen gesucht, sich einen Namen erworben, der sich denruhmgekröntesten zur Seite stellen kann.
Schon im Alter von 16 Jahren in die unmittelbare Umgebung von Gustav Adolfberufen, erhielt er von diesem grossen Schlachtenfürsten die erste praktische Anleitungim Kriegshandwerk, in welchem er sich später unter seinem Vater, unter Bauer undTorstenson immer mehr heranbildete, bis er selbst als Oberbefehlshaber die Welt durchseine kühnen Kriegszüge in Erstaunen setzte.
Gleichzeitig bewährte er sich aber auch als tüchtiger Seemann. Wir sehen ihnmehrmals an der Spitze der schwedischen Flotte in Seeschlachten kämpfen und Siege er-fechten. Ebenso dient er seinem Vaterlande als General-Gouverneur und Reichsrathund muss auch hierin hervorragendes geleistet haben; denn wir werden sehen, dass manihm mehrfach gerade die schwierigsten Posten anvertraut hat.
Sein edelmüthiger, offener Charakter documentirte sich in vielen Zügen und vonseinem ausgebildeten Sinn für das Schöne zeugt noch heute das von ihm erbaute undprächtig eingerichtete Schloss Sko.
Man erwies ihm nicht nur alle Dankbarkeit und Ehren, sondern man ehrte ihnauch nach seinem Tode dadurch, dass man 1666 und 1676 zu seinem Gedächtniss Me-daillen schlagen liess, deren Abbildungen wir als Beilage beifügen. 1 ) Sie führen dasMotto: „Donec Ervnt Homines" (So lange es Menschen giebt, wird man deinem Ruhmenachsagen), und „Non est Mortale Quod Opto" (Ich strebe nach etwas Höherem — Himm-lischem). Sämmtliche Medaillen sind mit von Wrangeis Brustbild versehen ; die eineMedaille trägt auf der Kehrseite das Wappenschild des Grafen.
Carl Gustav hatte sich unter der finnischen Reiterei, angeführt von TorstenStalhanske, herangebildet und finden wir seinen Namen zum ersten Mal bei der Revuegenannt, welche Gustav Adolf über sein nach Deutschland gehendes Heer hielt. Hierstand er unter der Reiterei der Finnländer im ersten Treffen der Schlachtordnung. Schonals Jüngling nahm er ohne Vorwisseu seines Vaters an Scharmützeln theil, so dass derKönig Gustav Adolf dem Feldmarschall von Wrangel, Carl Gustavs Vater, sagenliess, auf den „hoffnungsvollen Sohn" achtzuhaben.
Seine erste Waffenthat führte er, noch nicht 20 Jahr alt, am Lech in Gegenwarts'eiues Königs aus, als derselbe den kaiserlichen General Tilly bis hierher zurückgedrängthatte und am 5. April 1632 im Angesichte des ganzen kaiserlichen Heeres den Ueber-gang über eine Brücke forciren will. Der König hatte den selbst ausgesuchten Ueber-gangspunkt stark mit Artillerie besetzt und mit eigener Hand 60 Schüsse abgegeben.Nachdem die Brücke fertig geworden, würden 300 finnische Fusssoldaten hinüberge-schickt zum Aufwerfen eines Brückenkopfes. Tilly verdoppelte sein Kanonenfeuer, welchesGustav Adolf erwiderte. Während dieser gegenseitigen heftigen Kanonade waren dieFinnen mit ihren Schanzen fertig geworden und hatten Verstärkungen von 300 Lands-leuten unter dem Rittmeister Carl Gustav von Wrangel erhalten. Während HerzogBernhard mit einem Haufen finnischer Reiter durch eine Fuhrt den Lech passirte, unter-nahm das Fussvolk den Angriff über die Brücke.
i) Siehe Münztafeln Nr. 4 und 5.