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Tilly sandte dem Feinde nun den General Altringer mit seinen Bayern entgegen;aber sobald dieselben sich dem Ufer und somit dem mörderischen Feuer nahten, welchesdie 72 Kanonen des Königs und Wrangeis Finnen ihnen entgegen warfen, stutzten sieund machten kehrt. Bei einem erneuten Angriff fiel Altringer, und die Seinen flohen.Da liess Tilly seine Wallonen aus den Yerschanzungen hervorbrechen, aber auch dieseTruppen prallten zurück vor dem mörderischen Kugelregen. Tilly stellte sich nun anihre Spitze und stürmte mit einer Fahne in der Hand Wrangeis Finnen entgegen. DieWallonen folgten, aber schon nach einigen Minuten ward der alte Feldherr von einerFalkonetkugel getroffen, die ihm das Bein zerschmetterte, so dass er zu Boden fiel.Die Wallonen nahmen ihren geliebten Feldherrn auf und zogen sich zurück, und in derbereits anbrechenden Nacht folgte ihnen der Kiirfürst von Bayern mit seiner gesammtenTruppenmacht, so dass am Morgen des 6. April das ganze schwedische Heer den Lechungehindert passiren konnte.
In der Schlacht bei Lützen befand sich unser Rittmeister von Wrangel bei demKönig Gustav Adolf und wurde von diesem, kurz ehe er fiel, mit dem Zuruf: „Reiteschnell!" zum linken Flügel geschickt; von Wrangel bewahrte diese letzten Worte seinesköniglichen Herrn immer in liebendem Gedächtniss.
Den 4. (14.) März 1637 erhielt der junge Oberst Carl Gustav von Wrangel vondem General Bauer den Befehl, mit. seinem Regiment und 700 commandirten Musketierennebst des Oberst Schlangen Regiment aus dem Lager zu Torgau aufzubrechen und einenVorstoss auf die Wittenberger Brückenschanze zu unternehmen, um sich derselben zu be-mächtigen. Dies war nicht so leicht, weshalb der Oberst von Wrangel genöthigt war,sich selbst an die Spitze der Seinen zu stellen. Bei dem Angriff erhielt Carl Gustav einenStreifschuss am Kopfe, so dass er vom Pferde fiel; auch wurde ihm ein Arm von einerMusketenkugel zerschmettert, worauf er von den Feinden fortgeschleppt, von den Seinenaber wieder befreit, und nach Torgau zum Verband gebracht wurde.
Bei dem Abmarsch des Feldmarschalls Hermann von Wrangel im März 1637nach Landsberg nahm derselbe seinen Sohn Carl Gustav mit und entsandte ihn im Junimit einem Streifcorps von 800 Reitern nach Neubrandenburg, wo er den 30. Juni ein-traf. Ei 1 vernichtete hier zehn Compagnien Dragoner unter Oberst Deberol, machte 300von dem Oberst Wins befehligte Reiter nieder, führte 3 Oberstlieutenants, 2 Rittmeister,3 Kapitäne und 300 Soldaten als Gefangene ab und eroberte 2 Dragoner-Standarten.
Die ihm vom Vater anvertraute öftere Führung solcher Streifcorps erledigte CarlGustav stets mit grosser Umsicht und vieler Gewandtheit.
Ende des Jahres 1637 mit der Vertheidigung von Greifswald beauftragt, führte ersolche glänzend durch.
Als im April 1638 Hermann von Wrangel den Abschied genommen, ward seinSohn Carl Gustav General und trat nunmehr in den Vordergrund. Er verblieb vorläufigunter Bauers und Torstensons Führung. Nach der Schlacht bei Chemnitz drang Bauerin Böhmen ein, nachdem er noch den 23. April (3. Mai) 1639 Pirna genommen hatte.Noch während der achttägigen Belagerung dieses Ortes entsendet Baner die GeneraleStalhanske und Carl Gustav von Wrangel mit 9 Reiter-Regimentern und 500 Mus-