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am 17. December 1691 starb sie und wurde laut einer Gedicht-Grabinschriftvon Ph. 0. Widmau am 5. Jnli 1692 in der Ridderliolms-Kirche in Stockholmbeigesetzt. 1 ) Sie war die Mutter der Aurora Maria Königsmarck, Pröpstinvon Quedlinburg, einer berühmten Schönheit, welche bei dem König August II.von Polen, Kurfürsten zu Sachsen, in hohen Ehren stand und ihm dem be-rühmten Feldherrn „Moritz von Sachsen" gebar.
Maria Christiane und ihre beiden Schwestern (13 und 15) hatten 1681einen Prozess mit der Gräfin Christina Wasaborg wegen des Nachlasses ihresBruders, des Generallieutenants Wolmar von Wrangel (12), und baten denKönig Carl XI. um seinen Beistand. Dieser befahl denn auch unter dem31. August 1681 d. d. Kongföhr, dass der Gräfin Königsmarck behilflich bei-gestanden werden soll. 2 )
2. Margarethe Barbara (13), geboren 1642, lebte noch 1707 in Sko und starbunverheirathet. Ihr Portrait befindet sich in Sko.
Wie hoch sie bei Hofe angesehen war, geht aus einer Aeusserung desKönigs Carl bei ihrem Tode hervor, indem er letzteren nicht nur bedauerte,sondern auch bei demselben die gnädigen Worte sagte: „Sie war lustig undmunter, aber, da sie sowohl als Graf Johann gestorben, so müssen wir vielegemiithliche Stunden entbehren".
Dieser Graf Johann war Graf Stenbock, welcher, nach dem Bericht desfranzösischen Botschafters, eine ernste stille Neigung zu diesem ausgezeichnetenund einflussreichen Hoffräulein gefasst hatte und ihretwillen die Hand derTochter des Herzogs Adolf Johann, der Pfalzgräfin Catharina, ausgeschlagenhabe und ledig geblieben sei.
Margarethe Barbara von Wrangel machte den 18. März 1706 ihrTestament, welches von grosser Frömmigkeit und Duldsamkeit zeugt. Siewünschte ebenfalls in der Sko-Kirche, wo ihr Vater und Bruder liegen, bei-gesetzt zu werden und testirte zu dem Zwecke, dass zum Unterhalt des Grabes1000 Thaler bestimmt würden, welche der Patron der Kirche, Graf AbrahamBrahe, zu verwalten habe, neben dem Grafen Gustav Bonde und dem Pfarrerund Vorsteher der deutschen Gemeinde in Stockholm. Ausserdem vermachtesie der Sko-Gemeinde-Kirche 1000 Thaler für ein neues Dach von Blech undübertrug die Verwaltung dieser Summe ebenfalls dem genannten Grafen Brahe.„Gleich nach ihrem Tode sollen diese Legatbestimmungen ins Kirchenbuch ein-getragen werden und ein Extrakt davon ist dem Pfarrer und Vorsteher derdeutschen Gemeinde in Stockholm zu übergeben, damit niemand sich unter-stehen dürfe, ihren Willen in dieser Angelegenheit, in dieser Hinsicht zuändern. Die Zinsen von den gegebenen Capitalien sollen jährlich in Anspruchgenommen werden, wenn eine Reparatur der Gräber nothwendig ist, widrigen-falls soll dieses Zins zum Capital geschlagen werden, das Grund-Capital
1) Hupel. Tab. XI.
2) Aus dem Archiv der ehemaligen Riga-AVerdenschen Oeconomie-Verwaltung: Livl. Ritterseh.-Arcliiv.