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Als der König im weiteren Verlauf des Krieges gegen die Polen bei einer Recog-noscirung von Falkenau ans gegen die von den Polen verschanzten Höhen am 11. Sep-tember von überlegenen Kräften mit Verlusten zurückgedrängt wurde, gelang es erstdem rasch herbeieilenden Feldmarschall von Wrangel, die Polen aufzuhalten und nachund nach gegen die Schanzen wieder zurückzudrücken, und als der König später Ver-stärkung erhielt, wurden jene sogar genommen.
Hatte man bisher allgemein dem schwedischen Fussvolk den Vorzug vor dem pol-nischen eingeräumt, so war man wiederum geneigt gewesen, die polnische Reiterei derschwedischen vorzuziehen. Nach der Schlacht von Dirschau trat aber auch hier ein um-gekehrtes Verhältniss ein. Koniecpolski, dem es sehr wohl bewusst war, dass die Ueber-legenheit seiner Reiterei immer mehr und mehr schwand, vermied es daher, sich in einHaupttreffen einzulassen und suchte den Schweden nur durch Hunger und Streifzüge zuschaden. Da beschloss Gustav Adolf tiefer ins Land einzudringen, theils um in den nochnicht verheerten Gegenden Unterkommen „für seine Leute zu finden, theils um die Polenin Schrecken zu setzen und Koniecpolski zu einer Schlacht zu zwingen.
Am 8. August feierte das Heer einen allgemeinen Bettag und am Morgen daraufbrach man auf. Die Schweden waren 15 000 Mann stark und wurden vom Könige selbst
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angeführt. Unter ihm commandirten wiederum Hermann von Wrangel, A&ke vhn Tott,Banner, beide Thum, Didrich von Falkenberg, Teuffei, Soop, Ruthwen, Hepburn, Torsten-son, La Chapelle u. A. Man zog am östlichen Ufer der Weichsel entlang, während Koniec-polski mit den Polen den Weg an dem andern Ufer einschlug. Die Schweden erobertenMarienwerder, Neuenbürg, Egelsburg, nebst mehreren Schlössern und Ortschaften undmachten bedeutende Beute; namentlich hatten die Streifzüge des Oberst der Söderman-landschen Reiterei, Zacharias Pauli, fast immer glücklichen Erfolg. Teuffei, Soop, Hep-burn u. A. scharmützelten, ebenso wie der König selbst, beständig gegen den Feind.Als Gustav Adolf vor Graudenz lag, kam beständig Verstärkung. Der König von Däne-mark hatte nämlich den Rheingrafen Otto Ludwig nebst dem Oberst von Baudiss mitihren Truppen entlassen, die sich sämmtlicli nach Preussen begaben, um in Gustav AdolfsDienste zu treten. Durch den Zuwachs ermuthigt, zogen die schwedischen Truppen so-fort gegen die Stadt. Strasburg, die unter dem Befehle Lamontaignes stand und be-lagerten sie, bis sie sich am 25. September ergab.
Durch fortgesetzte Streifzüge, den vollständigen Mangel an ordentlichen Vorräthen,sowie durch Krankheiten u. s. w., hatte das schwedische Heer erheblich gelitten undsah sich Gustav Adolf ungeachtet der Vorstellungen seines Schwagers veranlasst, denTruppen frühe und gute Winterquartiere in dem bisher vom Kriege verschonten Branden-burgischen zu geben. Teuffei und Thum wurden zu Befehlshabern in Strasburg ernannt,worauf der König am 30. September von dort ab die Küste entlang zog. Koniecpolskiverfolgte ihn, und diesem sammt dem Irländer Oberst von Butler gelang es, bei OsterodeBaudiss nebst einem Häuflein Reiter zu überraschen und gefangen zu nehmen. Nach die-sem Vorfall ward der Krieg eingestellt und beide Heere bezogen die Winterquartiere.Ende October kehrte der König nach Schweden zurück und übertrug, wie gewöhnlich,den höchsten Befehl über das Land und das Heer Axel yerff Oxenstjerna.
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