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machte die darin gelegene Besatzung einen Ausfall und versuchte die Mühle vor der Stadtin Brand zu stecken.
Der General Helm von Wrangel trachtete nun danach, den Ausfallenden denPass zu verlegen. Hierbei wurde er jedoch vom Wall aus mit einer Musketenkugel durchdie Brust geschossen, so dass er zwischen den Geschützen niederfiel.
Der hei dem General als Volontair dienende Cornet von Fersen 1 ) hob ihn mit eigenerLebensgefahr von der Erde auf, legte ihn auf einen Mantel und trug ihn unter dem Feuerder feindlichen Geschütze mit Hilfe einiger Mann durch Gärten, Hecken und Gräbenbis hinter die Mühle. Hier machte Helm, da er selbst an seinem Aufkommen zweifelte, seinTestament und seinen letzten Willen. Allein „weil er früh morgens nüchtern" ge-wesen, erzählt uns wörtlich der Berichterstatter, „und nicht weidewund geschossen, ister durch Gottes sonderbare Schickung und angewandten Fleiss der Aerzte innerhalbsechs Wochen wieder frisch und gesund geworden. Bis zu seiner völligen Genesungmusste der Cornet von Fersen bei ihm in Paderborn bleiben."-')
Höxter hatte sich am 25. April ergeben.
In dem folgenden Jahre 1647 hatte sich die schwedische Armee bei der Belagerungvon Eger unter Feldmarschall Carl Gustav von Wrangel auf dem Galgenberge ver-schanzt. Sie wurde liier am 17. Juli von Jean de Werth angegriffen, schlug jedocliden Angriff zurück. Bei diesem Kampfe wird auch General Helm von Wrangelgenannt.
Nachdem Helm von Wrangel genesen, war er nämlich zu jedermanns grosser Freudewieder bei der Armee eingetroffen, welche in Böhmen den Kaiserlichen gegenüber stand.Die beiden Heere waren durch einen Fluss getrennt. Die Schweden hatten sich jedochdicht an demselben festgesetzt, während zwischen dem feindlichen Lager und dein Flusssich ein langer breiter Wiesengrund hinzog. Von diesem Standpunkt aus glaubten dieKaiserlichen jeden Versuch der Schweden, über den Fluss zu setzen, bemerken zu können,und da sie wussten, dass die grosse Fuhrt durch starkes Hochwasser unpassirbar gewordenwar, stellten sie in dem Gefühle der Sicherheit nur nothdürftig Wachen aus.
Zufällig hatten aber die Schweden bei dem Tränken ihrer Pferde eine von deman geschwemmten Sand neugebildete Fuhrt entdeckt. Dort liess nun Feldmarschall vonWrangel am 20. Juli 1647 mit Tagesgrauen unter Generalmajor Helm von Wrangel dasDouglassche, das Fritzlebensclie und das Poleische Regiment als Avantgarde durch dasWasser gehen, um zu versuchen, den vor dem Lager postirten kaiserlichen Wachen Vor-theil abzugewinnen, welche dann auch bald in die Flucht geschlagen und bis in das kaiser-liche Lager verfolgt wurden. Die Schweden drangen sogar bis an die Hauptwache vor,wo das Quartier Seiner Kaiserlichen Majestät sich befand, und wenig hätte gefehlt, sowäre ihnen der Kaiser — von dem man erzählt, dass er erst durch den Lärm gewecktworden sei und sich im Schlafrock habe flüchten müssen — selbst als Gefangener in dieHände gefallen. 3 )
!) Der spätere General-Feldmarschall von Fersen.
2 ) Extract aus dem Lebenslauf des Feldmarschalls Otto Willielm von Fersen.
3 ) Hierüber sind gedruckte und geschriebene Nachrichten vorhanden.