Barbara (28) aus Rojel, welche 1490 mit dem Ritter Helmuth von 'Piesenhausenund Randen in seiner ersten Ehe vermählt war.
Gertrud (30), verheirathet mit Claus von Treyden, lebte den 15. März 1505 alsWittwe.
2G. Berthold von Wrangel,
Sohn von Jürgen (12), bezeugte am 24. November 1499, dass er dem Ritter Hermannvon Soye (Zöge) 600 Mark rigisch schuldig sei. In dieser Urkunde wird auch seinBruder Helinold (29) erwähnt.
27. Wolmar von Wrangel,
Solm von Jürgen (12), besass 1505 Sage und erbte durch seine Ehefrau, die jedoch nichtnamhaft gemacht wird, Sicklecht. Er lebte 1523 im Stift Dorpat und verstarb 1537.
Mit seiner Muhme Gertrud von Wrangel (11) hatte Wolmar ein Abkommengetroffen, dass diese ihm gegen eine Pension ihren Hof und ihre Güter abtreten sollte.Da sie nun dieselben nicht räumen wollte, so strengte Wolmar im Jahre 1505 gegensie einen Prozess an, wurde aber abgewiesen, da seine Muhme vor Gericht erklärte, dasssie noch niemals die Pension erhalten und ausserdem Wolmar die von seinem Vatererhaltenen Briefe nicht gesehen.
Wolmar hatte einen Sohn Evert (35) und eine Tochter:
Christine (37), Gemahlin des Landraths Moritz von Wrangel auf Sag undSicklecht (XH 2), welche beide Güter er durch seine Ehegattin erhalten;
35. Evert von Wrangel,
Sohn von Wolmar (27). Ihm gehörte der Hof Sicklecht im Kirchspiel Rappel in Harrienmit den Gütern: das Dorf Jalles mit acht Gesinden, das Dorf Gross-Rokull mit einemGesinde, das Dorf Klein-Rokull mit vier Gesinden, das Dorf Kodikar mit zwei Gesinden,das Dorf Lesi mit einem Gesinde, das Gesinde Ottempa, desgleichen ein Gesinde zuTattern und ein Gesinde zu Porko. Wegen dieser Besitzungen hatte Evert einen Streitmit Peter von Neueraidt, weil dieser ihm dieselben vorenthielt. Evert konnte jedochdurch Zeugnisse, Briefe und Zusicherungen sein Anrecht auf den Besitz darlegen undward ihm infolge dessen am 28. Januar 1537 der Hof mit den Gütern zugesprochen,welche seinem seligen Vater von Otto Tuve in aller Form gerichtlich übergeben wordenwaren. Im Jahre 1544 wurde er denn auch mit denselben von Hennann von Bruggenayegenannt Hasenkamp, dem Meister des Deutschen Ordens in Livland, belehnt, nachdem erzuvor einen Antrag auf Belehnung eingereicht hatte. 1553 besass Evert auch Sageund im Jahre 1558 wird er nicht nur in Harrien, sondern auch in Wirland als besitzlichbezeichnet.
Im Jahre 1549 ist er Vermittler in einem Grenzstreite zwischen Neuenhof und Harm.
Am 15. Juli 1552 finden wir Evert als Abgeordneten auf dem Landtage zuPernau, auf welchem nach Verhandlungen der gemeinen geistlichen und weltlichen Stände,