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1 (1887)
Seite
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Anna Dorothea von Maydel ans dem Hanse Tocknmbeck, Tochter des Mannrichters Jürgenvon Maydel, welche 1690 noch lebte.

Wolmar hatte nur aus seiner ersten Ehe Kinder und zwar drei Töchter:

1. Helene (78), welche 1683 zu Toickfer lebte, 1689 verstarb und am 25. Februarim Dom zu Reval begraben ward. Am 24. September 1685 wurde sie mitKapitän Christoph Adam von Richter copulirt. Ihr ward 1687 Toickfer zu-gesprochen.

2. Christiane Charlotte (79); von ihr ist nur bekannt, dass sie am 14. August1681 zu Reval getauft wurde.

3. Anna Helene (80) verstarb in hohem Alter 1733 und ward den 18. Februarim Dom zu Reval beigesetzt.

21. Dietrich von Wrangel,

Bertliolds Sohn (6), hatte von seinem Vater mehrere Güter geerbt und besass ausserdemden Hof Addinal mit mehreren Dörfern und Zubehör, welche er aber 1489 an seinenBruder Wolmar (19) verkauft und solche am 10. Mai vor dem wirischen Manngerichtfür denselben auflässt. Das Nähere aus den Jahren 1489 und 1498 ist bei seinemBruder Wolmar von Wrangel (19) zu ersehen.

22. Reinhold von Wrangel,

Sohn von Berthold (6). Er hat im Jahre 1492 als Zeuge die Urkunde, welche Mar-garethe, Berthold von Wrangeis Wittwe (6), bei Auflassung ihres Erbtheils am DorfeSyuck an Arnd Tuve am 28. Februar ausstellt, mitunterzeichnet.

Ausserdem befindet er sich unter denjenigen Wrangeis, welche über den Empfangeiner Kiste mit Briefen vom Rath zu Reval am 24. Januar 1538 quittiren.

Er wohnte zuletzt in Lemsal in Livland und wurde 1549 am Tage Palmarum da-selbst von Hermann Tuve, „des ehrbaren und ehrenfesten Eilert Krusen Diener", er-schlagen; welcher jedoch später von der Stadt Reval das Geleit erhielt. 1 )

23. Berthold von Wrangel,

Sohn von Berthold (6), verkaufte am 15. September 1500 seinen Hof zu Jesse mit denGütern und Dörfern Pödderas mit zwölf Haken Land, drei Gesinden zu Tammispaemit der Mühle von dem Hofe zu Jesse im Kirchspiel Halliel für 6150 Mark rigisch anWolmar von Wrangel (33) mit der Bedingung, dessen Hof zu Ochto und den Antheil,den Wolmar an dem gleichnamigen Dorfe hat, als Zahlung für 2000 Mark anzunehmen.Als Unterhändler fungirten hierbei Claus Tolkes und Odert Hastefer.

Von Berthold erfahren wir noch, dass er 1511 infolge einer Verwundung vonseifen des Marcus Polle, den er mit Worten beleidigt, lahm geworden. Als Bertholdklagbar wurde, entschuldigte sich den 16. März Marcus Polle vor dem harriseh-wirischenRathe damit, dass Berthold sich die Folgen seiner Verwundung selbst zuschreibenmüsse, da er ihn durch Worte zur Misshandlung gereizt habe. Das Gericht verurtheiltedessenungeachtet den Marcus Polle, brachte aber gleichzeitig eine Versöhnung zu stände.

!) Geleitlmcli der Stadt Reval p. 218.