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58. Ticke von Wnmgel,
Solan von Simon (48). Von ihm ist nur bekannt, dass er mit Barbara Buxhövden in derenzweiter Ehe vermählt war. Barbara war die Tochter des Glaus von Buxhövden zu Cölljalauf Oesel, mit Sophie von Buxhövden aus Lubolin, der Wittwe des Johann Bevermann. 1 )
2. Wolmar II. von Wrangel,
Sohn von Wolmar I. (1), besass Toall, Seiligel und Bojel und ausserdem im KirchspielTheal ein bei Ossete gelegenes Stück Land, welches er von Bartholomäus Ivoskull erhalten,aber vor 1452 wieder an Wilhelm von Ungern verkauft hatte.
Er war Ordens-Vasall in Livland. Am 29. Juni 1446 finden wir ihn als Beisitzerbei dem wirischen Manngericht.
Als der Magister Gerhard Schere de Livonia eine Vicarie, die Wolmar von Wran-gel gestiftet, beanspruchte, wurde ihm diese von Wolmar vonWrangel widerrechtlichvorenthalten. Schere wandte sich nun an den Hochmeister, aber vergebens, da diesem1452 vom Meister ein Zeugniss des revalischen Bathes über die Unwürdigkeit des Ma-gisters übermittelt worden war, damit er sich des Schriftstückes in Bom gegen denselben be-diene. -) Von Schere sei noch bemerkt, dass er 1425 an der Universität Erfurt immatri-culirt, hierauf Domherr zu Beval und später Kaplan des Kardinals des heiligen Sixtins war.
Wolmar war 1464 schon verstorben, denn seine Wittwe lässt ihrer Schwester Luit-gard und ihrem Sohne Vicke am 20. März ihre Güter (Erbgüter) auf, da sie 4000 Markrigisch Morgengabe erhalten. Die Berechtigung so zu handeln begründet Barbara mitder Angabe, dass sie das Dorf Kalligal mit ihrem eingebrachten Gelde gekauft.
Wolmar hatte mit seiner Ehefrau Barbara fünf Söhne, nämlich Berthold (6),Gerdt (8), Vicke (9), Wolmar (10), Jürgen (12) und die beiden Töchter
1. Elsebe (7) aus Toall, lebt enoch 1528 als Wittwe des Bertold von Toddewin. 3 )Sie musste nach einem Urtheil des Manngerichts vom 15. März desselbenJahres die Güter in Harrien räumen, da sie sich mancher Missbräuche gegenPersonen, die sie zu Dienstleistungen heranziehen konnte, hatte zu schuldenkommen lassen.
2. Gertrud (11) finden wir 1478 an Jacob von Deken verheirathet. Aus einerProzesssache mit Evert Wedekind geht aber hervor, dass sie schon 1492 ver-wittwet war. Bei dem am 26. Juli desselben Jahres stattfindenden Verhand-lungstermin vor dem harrisch-wirischen Gericht ward sie durch Wolmar vonVT an gel (10) vertreten. Von ihr sind uns noch einige andere Prozesse undStreitigkeiten bekannt. So steht sie am 30. Juli 1493 gegen Jürgen Truveund im Jahre 1497 gegen Jürgen Lode vor demselben Gericht, wo sie daserste Mal durch ihre Brüder, das zweite Mal aber blos durch ihren BruderJürgen (12) vertreten wird. Nach dem Tode ihres Mannes hatte sie mitihrem Vetter Wolmar von Wrangel (27) ein Uebereinkommen dahin lautend
f) von Buxhövden, Güter-Gescliichte p. 109.
-) Livland und die Universität Erfurt im fünfzehnten Jahrhundert.s ) von Toll, Brief!. I p. 500 Nr. 93S.