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von Wrangel (49), AVolmärs Sohn, als Vormund von der Scliildseite (Vaters-Seite) undHermann und Jürgen Polle als Vormünder von der Spielseite (Mutter-Seite) für die Kinderdes seligen Simon von Wrangel an Moritz von Wrangeil (IV 1) den Hof Jesse,den Antheil zu Pödderas mit acht besetzten Gesinden und zwölf Haken Land und eineMühlenstelle vor dem Hofe, ferner das Dorf Tammispae, das Dorf Kailiga], die Mühle zuKump, den Krug zu Tolsburg und das Land hei Wesenberg für 0000 Mark verkaufen.Am 26. Februar quittiren in Eeval die genannten Vormünder dem Moritz von Wrangelden Empfang des Kaufschillings und am 25. April 1520 lassen sie dem Moritz vonWrangel den Hof Jesse mit Zubehör vor dem Gericht auf. 1 )
Simons Wittwe wird am 10. März 1521 von Vicke von Wrangel (58) be-schuldigt, gemeinschaftlich mit ihren Kindern sein väterliches Erbe, namentlich Kal-ligal, unrechtmässiger Weise im Besitz zu haben. Wie aus der Anklage hervorgeht, hatteseine Mutter während seiner Unmündigkeit die Güter verlassen und aufgetragen, wozusie nach seiner Ansicht nicht berechtigt gewesen war. Vicke wurde jedoch mit seinenAnsprüchen abgewiesen, da er es versäumt hatte, bei seinem Mündigwerden zu redressiren.
Simon war mit der Schwester von Hermann und Jürgen Poll vermählt und hattemit derselben zwei Söhne: Robert (57) und Vicke (58) und eine Tochter
Margarethe (Maye) (59), welche zweimal verheirathet war, und zwar: a) mit Wen-newer Wesseler, der aber bald verstarb, und b) 1520 mit Johann Asserye.
Am 24. Mai 1520 trafen die Brüder Odert und Heinrich Hastfernebst Bertold Berge mit Johann Wesseler, Wennewers Sohn, und JohannPaykull wegen der Wiederverheirathung der Wittwe des seligen WennewerWesseler, Margarethe von Wrangel, mit Johann Asserye eine Vereinbarung,wonach dieselbe auf zwölf Jahre das Gut Goldeberg im Kirchspiel Oberpahlenbehalten soll; im dreizehnten Jahre solches aber dem Sohne in dem Zustandewie sie es übernommen zu überliefern habe. Wir finden hierbei Wolmarvon Wrangel (49) als Zeuge zugegen. 2 )
Im Jahre 1537 hatte diese Maye von Wrangel ihrem Gatten JohannAsserye. eine Heerweide übergeben, die Ludwig Tuve — jedoch ohne Erfolg —streitig machte. s )
57. Robert (Robreclit) von Wrangel,
Sohn von Simon (48), war, wie wir gesehen, 1520 noch unmündig. Im Jahre 1537 kommtdurch Gerd Huyn von Ansteraidt, A^ogt zu AVesenberg, und die „Gutmannen" Hermannvon Gilsen und Degener von Gilsen ein Vergleich zu stände zwischen der Wittwe desseligen Mauritius von Wrangeil (II 36) zu Jess eund ihren Kindern und Robert vonWrangel, Simons Sohn, wegen des Hofes und Hauses zu Jesse. Sie behält das Gut undzahlt an Robert 400 Mark, der am 16. Februar 1539 zu Reval den Empfang der letztenRate von 200 Mark bestätigt, die er bereits am 23. März 1527 erhalten hatte. 4 )
!) von Toll, Briefl. 1. p. 417 Nr. 771.
2) Gesch. der Ungern-Sternberg Urk. 124.
3 ) von Toll, Briefl. I. p. 590 Nr. 1092.
4) Original auf Papier. Unter dem Siegel auf einem Papierstück: Robert Wraugel. (Rittersch.-Arcli.; Esthl. und Livl. Briefl. Nr.11, 126): von Toll, Briefl. I p. 5S4 Nr. 1082.
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