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1 (1887)
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Er war verlieirat.liet mit Anna von Drolshagen 1 ) 154S, 1561. Ans dieser Ehestammten Heinrich (55) und eine Tochter Maya (56). Reinliold starb in Reval.

Maya (56), war 1561 noch unverheirathet, wurde aber bald darauf die zweiteGemahlin des Heinrich von Tiesenhausen.

55. Heinrich von Wrangel,

Sohn von Reinhold (47). Er war erbgesessen auf Sarnow und besass ausserdemAnnickfer, sowie das zu diesem Hofe gehörige Dorf Annickfer und das Gut Iddekull(Eidküll) am Strande mit dem Fischfang Daches. Das gesammte Areal des letzteren Hofesschätzten, als nach einer Urkunde vom Jahre 1586 Heinrich den Umfang nicht anzu-geben wusste, die Bauern auf 22 V 2 Haken. Ausserdem war er noch im Besitze von derHälfte des in Alentaken gelegenen Dorfes Peritz mit drei Haken, sowie von Dieckesmit anderthalb Haken und Mattkull mit zwei Haken. Diese Güter waren ihm vomOommissions-Mitgliede Pontus de la Gardie eingeräumt worden.

Verschuldet stand Heinrich in Gefahr, dass sich Reinliold von Rosen zu Perrigelseine Güter, sowie den Hof Eichenangern, welcher seinem Stiefvater Bertram Orgesgehörte, aneignen würde. Damit Heinrich dieser Gefahr entginge, lieh ihm sein OheimFabian von Ungern, Herr zu Purkull (auch Purkele und Pörkull), in dessen Besitznach einem Kaufbrief vom 9. Juni 1565, welchen Heinrich unterzeichnet und untersiegelthatte, bereits Eichenangern für 15 500 Mark übergegangen war, 2 ) 3000 Mark rigisch.Der Schuldbrief hierüber ist am 28. December 1565 zu Purkull ausgefertigt worden. Mitdiesem Gelde wurde auch eine Schuld von 1000 Mark, die er an Re inli old von Rosen zuSerrygell hatte, getilgt. 8 ) Am 3. Juni 1566 verkaufte Heinrich noch den ZimmermannTile Jacke an seinen Oheim und schloss 1568 mit demselben im Geheimen einen Vergleichwegen der Wildniss und Riidung bei Eichenangern ab. (Es sei hierbei bemerkt, dass dieseWildniss sich offenbar bei Wrangelsliof [Dannau oder Sarnau] im Kirchspiel Allendorf be-fand. 4 ) Da aber dieser Vergleich noch mit anderen Interessen collidirte, war er die Ver-anlassung, dass am 19. September 1568 zu Demsell vor dem Mannrichter des treydischenKreises mehrere Zeugen wegen dieses Vergleichs vernommen wurden. 5 ) Hiermit warjedoch die Sache noch nicht abgethan und kaufte Fabian von Ungern am 12. Juni 1572auch diese Wildnisss noch für 430 Mark rigisch; worauf zwischen Eichenangern und Sarnauin Gegenwart des Kastellans Otto von Ungern eine neue Grenze festgesetzt wurde. Am20. December desselben Jahres bezeugte Heinrich von Wrangel zu Allendorf, vonFabian von Ungern eine halbe Dast Roggen zu 50 Mark und 10 Tmof Malz zu 30 Markempfangen zu haben. 8 ) Von Heinrich wird noch erwähnt, dass er sich stets dem Königegegenüberwohl verhalten", auch seinen Rossdienst pünktlich geleistet habe und sich 1574,als die Schotten geschlagen wurden, für Wesenberg habe gebrauchen lassen, auch dasser sichseiner Geschäfte" wegen eine Zeit lang in Kurland aufgehalten habe.

l) von Toll. Brief!. 1 p. 773 Nr. 1331, p. 879 Nr. 1501.

'-) Heinrich unterschreibt sich hierHinrich Fjrangel". Russwurm, Material; von U11 gern-Sternber g, Urk. 368 p. 406.

:J ) Brief!. Salisburg Nr. 30.

4) Hagemeister I 109.

r >) von Ung.-Sternbcrg, p. 422 Urk. Nr. 378: Brief!. Salisburg III Nr. 34.

>) von Ung.-Sternberg. p. 419 Urk. 389: Brief!. Salisburg III Nr. 38.