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1 (1887)
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47. Reinliold von Wrangel,

Sohn Wölmars (33), bestätigte am 24. Januar 1538 mit seinen Vettern, class der Rathvon Reval ihnen eine Kiste mit Briefen, die ihre Voreltern ehemals demKloster derMönche" anvertraut hatten und die der Rath darauf zu sich in Verwahrung genommen,zurückgegeben habe.

Im Jahre 1542 führt Reinhold gegen Johann Wekebrod einen Prozess, beiwelchem er in Gemeinschaft mit Marx von dem Berge den Johann Wekebrod in vierKlagepunkten beschuldigte, nämlich:

1. habe dieser seinen Hof zu Fyoll in die Gesammtheit der drei Dörfer Sal-lonall, Fyoll und Annickfer gelegt;

2. habe der Wekebrod das Gesinde Reymete ebenfalls in die Gesammtheit gelegt;

3. habe derselbe die Gesinde zu Harme ebenfalls gewaltsam in die Ge-sammtheit gelegt;

4. ward Wekebrod beschuldigt, dass er gewaltsam den Acker Punnapollbesät habe nach seinem Hofe, wiewohl dieser nicht in die Gesammtheitgerechtigt.

Die Angelegenheit wurde den 30. Juli 1542 vor dem harrisch-wirischen Ratlie zuWesenberg zum Austrage gebracht. Das Gericht fällte, nachdem die Zeugen vernommen,das Erkenntniss zu Gunsten des Reinhold und des Marx.

Mit demselben Johann Wekebrod hatte Reinhold schon das Jahr zuvor eineStreitsache wegen etlicher Holzmarken, Heuschläge, Aecker und Lande gehabt. Bauerndes Wekebrod sollten nämlich auf Reinholds Heuschlag Kassikes, soAvie auf dessenAcker zu Annickfer gewaltsam weggeräumt haben; auch hatte Wekebrod einige demReinhold gehörige Marken in Fyoll beackern lassen. Dagegen beauftragte letztererwiederum seine Bauern in der Wekebrodschen Wildniss Holz zu fällen, woraus er seinenHof zu Annickfer bauen liess. Die Sache wurde von dem Oberlandgericht von Harrienund Wirland am 6. November 1541 abgeurtheilt, wobei ein gütlicher Vergleich zustände kam.

Reinhold kaufte 1542 von Johann Riesebiter den Hof und die ganze Erbzahldes Hofes und Gutes Annickfer mit dem Gut am Strande, genannt Iddekull (Eidküll).nebst dem Fischfang zu Daches im Kirchspiel HallieL Am 29. Juni liess Riesebiterdiese Güter vor dem wirischen Manngericht auf. Den 31. März 1561 machte Reinholdsein Testament, woraus hervorgeht, dass seine Hausfrau eine Morgengabe von 5000Mark bekommen hatte, von denen seine Tochter Maya zu ihrer Hoclizeit 3000 Mark er-halten sollte.

Im Jahre 1569 ward ihm ein Bauer todt geschlagen. Ihm gehörte zur ZeitRiesenberge.') Schliesslich hatte Reinhold noch kurz vor seinem Lebensende imJahre 1565 eine Klagesache vor dem wirischen Gericht gegen Johann Hameln, dengräflich Södermörischen Hauptmann, wegen abgeführten Holzes und auf Reinholds Seiteangestrittener Grenze.

i) Geleitlmcli der Stadt Keval Aa 17.