102 —
Am 5. März 1506 tritt Weimar als Mittelsmann in einer Liquidationssachezwischen den Vettern Frondiold Vitingiiof und dem jungen Arnd Vitingiief, Arnds Sohn,auf 1 ) und am 19. Mai desselben Jahres ist er Unterhändler bei dem Verkauf des Hofesund der Güter zu Rekiill seitens des Jürgen Brakel an Ludolf Fürstenberg und dessenHausfrau Margarethe Wränge 1 (18) und am 23. Mai 1507 finden wir Wolmar alsbevollmächtigten Vormund der Kinder des seligen Brun Wedberg, deren er sich in einemVergleich mit ihrem Stiefvater Metztaken annimmt. 3 )
Am 12. Juni 1508 ward er vom Ordensmeister Wolter von Plettenberg mit zweiGesinden im Dorfe Mesczemecke, dem Gesinde im Dorfe Palamo (Palo), einem Gesindezu Sorde und dem Gesinde zu Hara im Kirchspiel Katkull, nach dem Wortlaut des altenvom Ordensmeister Johann Vridacli gegebenen Lehnbriefs belehnt.
Er war mit der Enkelin des Johann Lode, Schwester des Andreas Lode zu Sompä,vermählt, welche einige Prozesse mit ihrem Schwager Jürgen (32) zu bestehen hatte.
Am 30. März 1521 strengt Wolmars Wittwe gegen ihren Schwager (Bolen)Johann von Wrangel einen Prozess an wegen der Mergesmeke Güter mit denbeiliegenden andern Gütern Palo, Arra und den dazu gehörigen Gesinden in der Mark,indem sie meinte, dass ihr verstorbener Gatte, da er bei der Theilung des väterlichenErbes noch unmündig gewesen, mit den genannten Gütern abgefunden worden sei. Dadieselben aber dem Johann von Wrangel zugeschrieben waren, wurde die Wittwe ab-gewiesen.
An demselben Tage tritt dieselbe Wittwe gegen Jürgen von Wrangel mit einemBriefe auf, nach welchem sie vermeinte, der ersten Theilung theilhaftig zu sein, undzwar deshalb, weil Wolmar mit den Gütern Kassar und Kakar abgefunden worden. Daaber Wolmar mit seinen sämmtliclien Brüdern gänzlich getheilt und Jürgen diese beidenGüter mit Geld laut Brief bekommen, so wird die Wittwe abgewiesen. 3 )
Sie hatten drei Söhne: Reinhold (76), Simon (77) und Wolmar (78).
49. Wolmar von Wrangel,
Sohn Wolmars (33), war der Vormund 4 ) der Kinder seines Bruders Simon (48). AVirhaben ihn schon in dem Verkaufsakte von Hof Jesse nebst Zubehör an Moritz vonWrangeil (H 36, TV 1) erwähnt. Aus dem Verkaufsbriefe des Hofes Tackfer vonHermann Overlacker, Komthur zu Talckhof, als Vormund der Kinder seines BrudersBerend an Peter von Hövden geht hervor, dass 1520 AVolmar, nunmehr Besitzerdes Hofes Korsküll im Kirchspiel Pönal in der Wieck, gemeinsam mit dem Besitzervon Tackfer eine Holzmark besass, welche Wolmar in ihren von Alters her gehabtenGrenzen und wie sie Claus Hastfer und Johann Aderkas rechtlich an sich gebracht,erkauft, nur war der Erbherr des Hofes zu Pallifer abgesondert worden. 5 )
AA'olmar war mit der Tochter des Berthold von Wrangel auf Jesse (IIA 6)vermählt (1520).
T ) von Toll, Briefl. 1 p. 368, Nr. 679; Briefl. Jenvakant.
2 ) von Toll. Briefl. I p. 371. Nr. 694: Briefl. Angern.
3) von Toll, Briefl. I p. 473. Nr. 880, 881.
4 ) von Toll, Briefl. I p. 468, 870, 871, 873.
ö) A 'on Toll, Briefl. I p. 468, Nr. 868.