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Abgeordneter aus Kurland, aclit Abgeordnete und Johann Wrangel von Wedeniaraus Jerwen mit etlichen andern Junkern und guten „Mannen" aus Jerwen, Kurlandund aus allen Gebieten, aus den Lehnrechten in Kraft ihrer Vollmacht mit Unterdrückungihrer angeborenen Insiegel. 4 )
Am 28. October 1550 sehen wir Johann bei einer Gesandtschaft, welche sich nachPleskau zum Zaren begiebt. Derselbe war bei seiner Eroberungssucht auch auf dieKultivirung seines rohen Volkes bedacht und suchte von den Grenzen her Künstler,Gelehrte und tüchtige Kriegsleute nach dem Innern seines Reiches zu ziehen. Ja ersandte sogar einen Abgeordneten an Kaiser Karl V., damit ihm aus dessen Länderndergleichen Leute zugeführt würden. Als nun der Zar auch aus Livland mehrere Per-sonen für seine Zwecke hatte werben lassen, befürchteten die Livländer, dass dieseWerbungen zu Kriegszwecken stattfinden möchten. Der Heermeister Brüggenaye beriefdaher, um die Kriegseventualität mit den Ständen zu berathen, zum 20. Juli 1548 einenLandtag nach Wolmar, wo sich auch der Bischof von Dorpat, Jobst II. von der Recke,einfand. Man beschloss hier nach langen Debatten, bei dem deutschen Kaiser den Wider-ruf der dem Abgeordneten des Zaren gegebenen kaiserlichen Erlaubniss, den RussenGelehrte, Künstler und Handwerker zuführen zu dürfen, zu erbitten, zur Verlängerungdes Friedens aber an den Zaren eine Gesandtschaft zu schicken, welche denn auch am28. October 1550 mit Instructionen d. d. Fellin 24. April 1550 nach Pleskau abreiste.Sie bestand ausser Johann noch aus Otto Grathusen und Jürgen Piepenstock, dem Vogtzu Wenden, und sollte den von Brüggenaye 1535 geschlossenen Beifrieden zu verlängernsuchen, wurde aber nach kurzer Unterhandlung, welche die provisorische Bewilligungnoch eines Friedensjahres bis 1552 zur Folge hatte, zurückgeschickt. Das Weitere wurdebis auf Trium Regium des kommenden Jahres vertagt. 3 )
Als am 13. Januar 1552 der Meister des ritterlichen Deutschen Ordens in Livland.Heinrich von Galen, zu Reval die Privilegien aller Ritter und Knechte der Stadt Revalbestätigte, war Johann neben Heimet Anrep, Johannsen Fischer, Simon Grossmann (diebeiden letzteren waren die Secretäre des Ordensmeisters) und vier besonders hierzu ver-ordneten Commissarien als Zeuge zugegen. Bei dieser Gelegenheit leistete auch, nach-dem man sich über die Eidesformel geeinigt, die Ritterschaft und die Stadt Reval inGegenwart von Rudolph von Bensenrath, Komthur zu Reval, und obiger Commissariendem Ordensmeister den Eid der Treue. 3 )
Am 12. September 1561 befindet er sich unter der Gesandtschaft, welche die livlän-dische Ritterschaft von Riga aus an den König Sigismund August von Polen schickt, um dieUebergabe Livlands an Polen zu Stande zu bringen und den Huldigungseid zu leisten. 4 )Im Jahre 1550 pfändete Hans von dem Ordensmeister Wilhelm von Freymersendas Gut Aimel um 3500 Mark rigisch oder 1000 Albert-Thaler ein 5 ) und 1555 findenwir ihn als Rath des Ordensmeisters.
1) Protokollbucli der Stadt Reval p. 190; Ungedr. Urkunden Rittersch.-Archiv Reval.
2) Gesch. von der Recke.
8) Protokollbucli der Stadt Reval p. 314, 469; Ungedr. Urkunden Estiii. Ritterseh.-Arcliiv.
4 ) Riga, Livland. Rittersch.-Arcliiv, mit zwölf Siegeln, darunter auch das des Joli. Vi ran gel von Woid: Original; Index IIBienemann.
• r >) Kiliane p. 441; Gadebusch Bd. 3 p. 342.