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1 (1887)
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war 1550 bereits verstorben, was aus einer Verhandlung vor obigein Gericht vom 26. Maihervorgeht.

Moritz (Mauritius) wurde der Ahnherr des III. Hauptstammes und Stammvaterdes Hauses Jesse (Tab. IV).

37. Tönnies (Thomas) von Wrangel,

Sohn von Otto (32), erhielt von Beinhold Ermess als Pfand für ein Darlehn von 500Mark rigisch dessen in Wirland im Kirchspiel Katkull gelegenes Haus und Hof zuKoiell. Er starb vor 1506.

38. Christoph (Christofler) von Wrangel,

Sohn von Otto (32), erhielt am 20. April 1499 bei der Theilung des väterlichen Nachlassesgemeinschaftlich mit seinem Bruder Tönnies (37) Itfer, Poddas, Maydel mit derMühle und die Holzmark in Karoll. Er starb aber schon vor 1506, da sich indiesem Jahre seine Brüder Hans und Moritz in sein väterliches Erbe theüen.

35. Hans von Wrangel,

Sohn von Otto (32), hatte, als er mit seinen Brüdern das väterliche Erbe theilte, Karoll.Idelpalla, Waiwara, Trösten, Bepnick, Ochto mit Strandgut zu seinem persön-lichen Antheil bekommen und war nach Waiwara benannt. Auch 1506 behält er dieseLandstrecken.

Hans wurde bei Helmede gefangen und nach Russland gebracht, wo erwährend viele andere in die Sklaverei abgeführt worden waren im Thurme zu Kolomschmachtete. Von liier aus schrieb er im Jahre 1504 mit noch fünfzehn anderen Gefan-genen, unter denen auch Otto von Lennep, Hans von dem Lewenwolde, ein Priester (HerrDaniel genannt) vomgrauen Kloster" zu Reval, Mychel Golthsmyth, Hans Walckmann,Hynryk Slasse etc. erwähnt werden, an die Schwarzenhäupter (die gemeinen Ritter, Gute-mannen und Knechte im Dienste der Herren zu Livland) wegen ihrer Noth. Zwar nennensich die Gefangenen nicht selbst Schwarzenhäupter, 2 ) doch ist es nicht unwahrscheinlich,dass sie wenigstens zum Theil dieser Gesellschaft angehört haben.

Vermählt war er mit Anna von Werden und hatte mit derselben zwei Söhne:Heinrich (39) und Hans (40).

39. Heinrich von Wrangel,

Sohn von Hans (35), lebte 1498, 1546 und besass Tomel. In letzterem Jahre ister Vormund der Wittwe und der Erben des verstorbenen Bartholomäi Patkuls imBisthum Riga, als ihnen Kaiser Karl V. den Kauf und Verkauf von mehreren

!) von Toll. Briefl. I p. 373 Nr. 698; Leclits Briefl.; von Toll, liege st en im Archiv zu Reval.

-) DieSchwarzenhäupter" waren eine hauptsächlich über Nordcleutschlancl verbreitete Gesellschaft, welche den heiligen Mauritiusverehrte. Von Magdeburg, wo er ursprünglich seine Verehrung fand, mag sich dieselbe über den nördlichen Theil Deutschlands nachSchweden und Livland verbreitet haben. Die ältesten Statuen dieses Heiligen zeigten einen Negertypus und dies ist wohl der Grundgewesen, dass mehrere unter seinem Schutze zusammen getretene Verbindungen als Wappen einen Mohrenkopf mit weisser Binde wählten.(Beiträge zur Gesch. Esthlands, Kurlands und Livlands. Band 2 Heft 3 p. 377 ad 13 Wolmar.)