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32. Otto von Wrangel,
Solm von Jürgen (20). Derselbe war 1463 bis 1471 Manngericlits-Assessor des harrisch-wirisclien Manngericlits. x ) Im Jalire 1466 hatte Otto einen Zwist wegen einer Holzmarkbei dem Dorfe Pödderas, der durch den Rath zu seinen Gunsten entschieden ward.Anno 1474, am Tage Sylvestris des heiligen Papstes, vertauschte Heinrich Mekes, SandersSohn zu Karoll, an Otto die Holzung in dem kardiischen Walde für dessen HofOnalja und Dorf Itfer.
Am 17. September 1481 befand sich Otto von Wrangel aus Wirland unter den Ge-sandten, die der Bischof von Dorpat, Johannes Bertkow, nach Riga schickte, um zwischender Stadt und dem Orden zu vermitteln. Dieselben gingen zuerst zu dem Heermeisternach Wolmar und trafen am Tage Lamberti in Riga ein, wo die Unterhandlungen be-gonnen wurden, welche jedoch vorläufig fruchtlos blieben. Erst nach dem am 20. De-cember 1483 erfolgten Tode des Erzbischofs Stephan Grube und der Absetzung desMeisters Bernd von der Borch, welcher am 18. November 1483 zu Wenden resignirenmusste, kam es zu einer friedlichen Vereinbarung. -)
Otto war mit Barbara von 'Piesenhausen, Tochter des Ritters Hellmuth von 'Piesen-hausen, verheirathet, und hatte mit derselben vier Söhne: Hans (35), Moritz (36),'Pönnies (37), Christoph (38). Nach seinem Tode verglichen sich diese am Sonnabend vorSt. Jürgen (20. April) 1499 in einer Erbtheilung folgendermassen: Die Brüder Hans undMauritius blieben bei demHofe Karoll, mit den Dörfern Karoll, Idelpalla und 'Prostenund dem von altersher dazu gehörigen Strandgut; ausserdem nahmen sie das Dorf Ochtomit der Mühle und das alentakensche Gut Waiwara und Repnick und behielten eineSchuld von 800 Mark ewiger Rente „zu unserer Vicarie zu Halliel - '. Die Brüder Christof-fer und 'Pönnies erhielten den Hof Itfer und die Dörfer Itfer, Poddas und Maydelmit der Mühle und die Holzmark in Kar oll. Gleichzeitig trafen Ottos Söhne die Ver-einbarung, dass wenn einer von ihnen stürbe, sein Erbtheil an seine Brüder fallen sollte. ')
Nach dem Tode ihrer Brüder Tönnies und Christoffer theilten 1506 die andernBrüder Hans Wrangel von Karoll und Mauritius Wrangel das väterliche Erbeunter sich dergestalt, dass Hans bei dem Hofe Karoll, Dorf Karoll, Dorf Idelpalla,Dorf Trösten mit dem Strandgut und Dorf Ochto mit der Mühle zu Ochto verblieb.Mauritius erhielt dagegen Itfer, die gesammte Hand an der Wildniss Karoll wardaber aufgehoben. 4 )
3G. Moritz (Mauritius) von Wrangel,
Sohn von Otto (32). Wie bereits erwähnt, fiel ihm nach dem Tode seiner Brüder Tönniesund Christoph Itfer zu. Auch besass er das halbe Dorf Kinn (Fynne), welchesihm, nachdem er es von Berthold von Wrangel (IIA 23) gekauft, am 29. September1515 vom wirischen Manngericht angewiesen wurde. Um diese Zeit und zwar in denJahren von 150S bis 1516') — bekleidete er selbst das Amt eines Mannrichters. Er
1) von Toll, Briefl. 1 p. 159 Nr. 248; p. 100 Nr-. 240; p. 163 Nr. 255: p. 181 Nr. 286; p. 164 Nr. 256.
2) Ser. Liv. II 775; von Ungern-Stemlierg Urk. 88 p. 157.
3 ) Itfer. Briefl.; von Toll. Briefl. I p. 311 Nr. 584.
4 ) Convölut Okerlandger.-Archiv Reval 278 Nr. 3.
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