27. Wolmar von Wrangel,
Solin von Jürgen (20). Im Jahre 1468 verkaufte er sein Dorf War des mit 12 Gesin-den und 20 Haken Land, das Dorf Nomines mit einem Gesinde und einem HakenLand, das Dorf Ullytz mit zwei Gesinden und einem Haken Land, im Kirchspiel Maholm,Otto von Wrangel (IIA 4) und tiherlässt demselben diese Güter am 29. Juni vor demVogt von Wesenberg.
Ausser diesen Gütern hat er auch Malle besessen, wonach er sich meistens„Wolmar Wrangel von Mal - ' nennt. Als solchen finden wir ihn in einer Klagesache,die er 1492 wegen einer Rente von 300 Mark rigiscli gegen Claus Treiden hat, verzeichnet.Die Angelegenheit wird vom harrisch-wirischen Manngericht zu seinen Ungunsten dahinentschieden, dass er für die Rente ein genügend sicheres Pfand zu stellen habe.
Wolmar scheint schon frühzeitig eine gesuchte Persönlichkeit gewesen zu sein;denn im Jahre 1466 ist er bereits Manngerichts-Beisitzer zu Reval und wird in späterenJahren noch mehrmals als solcher erwähnt, so: 1477 und endlich am 5. März 1489, alsdas wirische Manngericht zu Reval über eine streitige Holzmark Rywoldt oder Rewoldeder Stael von Holstein entscheidet. Bei dieser Gelegenheit nennt er sicli WolmarWrangel von Karewer nach dem inzwischen gekauften Karewer. 1 )
Im Jahre 1493 beschuldigte Bertold Brakel den Wolmar Wrangel von Korver(Karewer) um seine rückständige Summe von 62 Mark seiner „versessenen" Rente undhoffte, dass solchen Gelübdes halber er ihm zu zahlen verpflichtet sei. Wolmar bestrittindessen, dieses Gelübde geleistet zu haben, er verspricht aber in dieser Angelegenheitsoviel zu thun, als einem „guten Manne" gebührt und wies ihn auf den Erben, als aufseinen Vetter Wolmar (LtA 33) an. Das Manngericht fällte am 30. Juli zu Reval seinErkenntniss und bestimmte, dass „wenn Wolmar solches nicht thun wolle, er sein Geldden Priestern zu geben habe".
28. Hans von Wrangel,
Sohn von Jürgen (20), besass 1465 den Hof zu Küemahe (Lyüemahe?). Da er 1494ohne Nachkommen verstarb, so fiel am 6. Februar 1495 dieser Hof durch Erbschaftdem Reinhold von Tieseiihausen zu.
30. Yicke von Wrangel,
Sohn von Jürgen (20), iiberliess am 19. März 1465 vor dem Gericht in Wirland denBrüdern Otto und Hans von Wrangel (32, 36) Güter, die jedoch nicht genannt sind.Arn 21. September 1469 erhält Vicke durch das Testament des Helmeit Riesebiter 900 Markalten Pagiments oder die Renten davon legirt. Am 27. Juni 1482 befand sich Vickeunter den Versammelten „von wegen des Sticlites (Stiftes) Dörpte".
31. Dietrich von Wrangel,
Sohn von Jürgen (20), lebte 1489.
J ) Kerrafer im Kirchspiel Ampel.