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Als im Jahre 1306 die rigaischen Bürger ihr verrätherisches Bündniss mit den Litauern,den Feinden des christlichen Glaubens, gegen den Orden, den Bischof Hermann znDorpat, die Vasallen desselben und die Bitter des Königs von Dänemark erneuert hatten,verbanden die sich so bedroht Fühlenden und schickten eine Gesandtschaft, der auchFredericus de Wranghele angehörte und welche, ausser diesem noch aus dem Kaplandes Bischofs und den Eittern Johann de Tysenlmsen (Tiesenliausen) und Hehnoldusde Rosen bestand, nach Riga, mit der Drohung der Fehde, falls die Bürger von ihremUnterfangen nicht, abständen. ')
Am 30. September 1314 sehen wir unsern „Friedrich de Wrangele" unter denSchiedsrichtern in einem Grenzstreit zwischen dem Komtlmr Reimer von Weissenstein unddem Kloster zu Padis wegen Sayentake. Im .Jahre 1321 wird „herre Friedrichvon Wrangel" unter den Mannen der esthnischen Ritterschaft erwähnt, welche am 9. Junivon Christian, König der Dänen, den Schutz ihrer Rechte zugesichert erhalten und gleich-zeitig aufgefordert werden, innerhalb eines Jahres vor ihm zu erscheinen, um sich belehnenzu lassen. Als zu letzterem Zwecke eine aus obigen „Mannen" gebildete Gesandtschaftnach Kopenhagen geht, wird auch Friedrich bei derselben genannt. „Friedrich vonWranghele" war 1322 zugegen, als Evert, Abt zu Padis, beurkundet, dass die Aebtissinund der Convent des St. Michaeli-Klosters in Reval dem Kloster Padis einige Haken Landauf Wiederkauf verabfolgten. Den 13. December 1326 ist „Friedrich de Wrangele"Zeuge, als Ritter Helmold von Saglien (von Sacken) dem Kloster Padis ein Grundstück über-lässt, welches er von Johann von Lode zu Lehn gehabt, und einen Altar zu Seelenmessendotirt. Am 15. September 1327 befand sich „miles Fridericus de Wrangeil" unter den-jenigen Rittern Livlands, welche in Gemeinschaft mit den Prälaten von Reval den DeutschenOrden Avider die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen in Schutz nehmen. — Friedrichhatte dem Convent zu Padis mehrere Summen Geldes geliehen, welche letzterer aber nachund nach Avieder abträgt, so dass Friedrich 1331 bescheinigen konnte, dass ihm derAbt Eybert und der Convent zu Padis nichts mehr schuldig seien. 2 ) Endlich erschienim Jahre 1333 Friedrich von Wrangel nochmals vor dem Rathe zu Reval. 8 )
Er hatte zrvei Söhne: Hermann (9) und Eilard (10) und wahrscheinlich ist auchDietrich (8) sein Sohn.
10. Eilard I. von Wrangell, Wranghele, Wrangele, Wranele,
Sohn von Friedrich (7). Seinem Namen begegnen Avir in mehreren Urkunden, beideren Abfassung er als Zeuge fungirte und aus Avelchen hervorgeht, dass er Rittergewesen ist. So war er am 17. Mai 133S zugegen, als der Bischof von Dorpat undVertreter des Ordensmeisters bescheinigten, dass zwischen den Gesandten a t oii Lübeckund Gothland mit den Nowgorodern eine „Sühne" stattgefunden habe. Ein zu gleicherZeit zwischen den Landboten Lübecks und Gotlilands abgescldossener A ertrag, welcherauf Grund der im Jahr zuvor gepüogenen Unterhandlungen zu Stande gekommen
1) Bringe, TJrk.-B. Bd. 2, Reg. 714 p. 18; Rnsswiirra, Material.
2) Bringe, Urk.-B. Bd. 6 p. 42, TJrk. Reg. 880 a: Livländ. 0. A. Reg. Nr. 926.
3) ReTaler Denkelbucli 22; Russwnrm, Material.
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