Eine hervorragende Quelle für die Studien der älteren Siegel des Geschlechts vonWrangel bietet die Siegeltafel dar, welche der Baron R. von Toll seiner Brieflade bei-gefügt hat. Wir wollen einige aus dieser Siegeltafel herausziehen.
Siegel Wolmers von Addinal, Wolmers Sohn, Nr. 1317; im Siegel: Wolmers Sohn;Nr. 73 oder 1031.
,, Otto, im Siegel: Ote Vrangel Morris S.; Nr. 1031.
„ Otto zu Tatters, die Umschrift im Siegel ist nicht deutlich wiedergegeben;das Siegel selbst gleicht dem von Ote Vrangel Morris S.; Nr. 1031, 1393oder 1397.
„ Vicke 1407, Cessions-Urk. wegen des Hofes Packer; einen gezinnten Balken.
,, der beiden Bischöfe Heinrich Wrangel von Dorpat 1403 und Moritz Wrangelvon Reval, Urk. 14. Januar 1558.
Die anderen Linien haben die Wappen ihrer Stammväter beibehalten, nur dieLinie zu Lagena (Tab. IX) nicht.
Der Stammvater, Oberst Reinhold von Wrangeil (Nr. 1), siegelt unter dem28. December 1663 in der Citation an den Major Macq Duwalt mit seinem Petschaft,welches im Wappenschilde eine Mauer, jedoch eine solche nicht zwischen den Flügelnüber dem Helm, sondern auf jedem der Flügel zeigt. Zur Seite dieser Flügel befindensich die Buchstaben „R. W.".
Desselben Wappenbildes bedient sich sein Sohn Berendt Johann Wrangeilam 20. September 1664.
Im Februar 1680 führt letzterer bei Besiegelung einer Prozess-Vollmaclit anFriedrich Krüger ein anderes Siegel. Hier sieht man die Mauer bloss im Wappenschilde,und ist v r eder auf noch zwischen den Adlerflügeln eine solche zu finden. Auch siehtman liier drei Buchstaben „B. J. W wobei eins und drei an den Seiten der Flügel, zweizwischen diesen steht.
Ein drittes Siegel führt dieser Berendt Johann Wrangeil im Januar desJahres 1684. Hier haben wir die Mauer zwischen den Flügeln, sowie im Wappen-schilde. Auch liier erblickt man die Buchstaben „B. J. W.", wobei „J." über der Mauerzwischen den Flügeln steht. Seine Wittwe und seine Söhne behielten dieses letztereWappen bei, so dass also Berndt Johann Wrangel der erste des Hauses Lagena-Annickfer ist, welcher das jetzige Lagenasche Wappen führte.
Das Wappen der Grafen Wrangeil zu Salmis in Schweden, unter der Nr. XHJder Grafen introducirt, welches dem Feldmarschall Carl Gustav von Wrangeil (Tab.VI 6) bei seiner Erhebung in den Grafenstand am 26. März 1651 verliehen worden ist,besteht in einem quadrirten Schild, welches das alte Geschlechtswappen zum Herzschildehat. Im ersten Quartier ist ein Festungswerk auf grüner Anhöhe im blauen, im zweitenein aufbäumendes, silbernes Einhorn in rothem, im dritten ein schwarzer Greif, der eineplatzende schwarze Granate in seinen Pranken hält, in goldenem und endlich im viertenein auf den Finthen mit vollen Segeln nach der Linken zusteuerndes dreimastiges Schiffin blauem Felde. Das Schild ist mit drei goldenen, gekrönten Helmen geschmückt; auf