334
Mal zu bestimmen, zuerst nämlich, sogleich nach der festenAufstellung des Instrumentes in einem unveränderlichen Azi-niuthe, für die darauf folgende Beobachtung des Polarsternes,und nachher zum zweiten 3'Iale, nach Beendigung der Beob-achtung des zweiten Sternes. Man kann auch mit diesemDurchgänge des Polarsternes, noch die Beobachtung einigeranderer Sterne, die rasch auf einander folgen, verbinden,jedoch besteht die Hauptregel darin, dass man in beiden Lagendes Instrumentes beobachtet, um wo möglich dadurch, con-stante Fehler, wozu vorzüglich die unrichtig angenommeneGrösse des Collimalionsfehlers, die Ungleichheit der Zapfenund dergleichen mehr gehören, im mittleren Resultate gänz-lich zu beseitigen. Hat man daher eine vollständige Reihevon Beobachtungen in der I sten Lage des Instrumentes ange-stellt, so legt man die horizontale Umdrehungs-Achse um,oder wenn dieses nicht möglich sein sollte, so dreht man denoberen beweglichen Theil des Instrumentes um 180° im Azi-muthe, und stellt in dieser II ten Lage eine neue Beobachtungs-reihe an.
Aus ähnlichen Betrachtungen, wie wir §. 116. Seite 318.angestellt haben, lässt sich leicht schliessen, dass wie auchdort, so auch hier es höchst vortheilhaft ist, besonders Sternein der Nähe des Zenithes mit dem Polarsterne zu vergleichen.
123. Wir wollen jetzt die Regeln zur Berechnung derBeobachtungen näher erläutern.
Es sei A, das genäherte bekannte Azimuth des Fern-rohres, positiv gezählt wenn es nordöstlich, dagegennegativ, wenn es nordwestlich ist, so haben wir mitBeibehaltung der früheren Bezeichnungen:
sin N, — sin A, cos </>; sin AI, — — tg N' tg <p
wo N, und Al n wenige Grade betragen werden.