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die Sonne nördliche Breite hat, so erhält man folgende Aus-drücke für die geographische Breite des Ort es:
cp = Z o — «' + A' und cp = x O + w" +A"und hieraus folgt:
y = }(ZO + XO)-i (»' — «") + 5 (*' + *")•
Die Werthe von A' und A", co' und w", kann man ausallen guten astronomischen Ephemeriden entnehmen; in dieletzte Formel tritt nur der Werth «' — w" ein, welchenman stets ganz genau nach den bekannten Formeln berech-nen kann, selbst wenn auch die Schiefe der Ecliptic ein wenigungenau bekannt wäre, und daher kann man die geographi-sche Breite eines Ortes, nach dieser letzten Formel, unab-hängig von der Genauigkeit fremdartiger Elemente bestimmen.
Die Sterne können weit genauer beobachtet werden alsdie Sonne, und ausserdem ist der Zeitintervall, zwischen denBeobachtungen zweier auf einanderfolgender Culminationeneines Sternes, nur 12 Stunden, während der Zeitraum zwi-schen den Beobachtungen zwei aufeinander folgender Son-nenwenden beinahe ein halbes Jahr beträgt. Daher wirddiese Methode die Breite eines Ortes, durch Sonnenbeobach-tungen, unabhängig von der Declination zu bestimmen, nuralsdann gebraucht, wenn andere Methoden nicht anwendbarsind, namentlich unter dem Aequator, oder in sehr kleinenBreiten.
Bestimmung der Breite eines Ortes durchCircummeri d ian-Höhen.
94. Die Zahl der Beobachtungen im Meridiane ist stetsbeschränkt, und gewöhnlich werden solche nur an grösseren