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des wahren Sonnentages zu verschiedenen Jahreszeiten et-was verschieden ausfällt, ist der Sterntag sich immer gleich,da er nur von der Umdrehung der Erde und von dem täg-lichen, so gut wie gleiclnnässigen Riickgehen des Frühlings-punkts nach Westen, abhängt. Nimmt man an, dass r dietägliche Verspätung der Sonne gegen die Sterne bedeutet,oder genauer, dass r die im Laufe von 24 Sonnenstundenstattfindende Zunahme der, in Zeit ausgedrückten geradenAufsteigung der Sonne ist, so werden die 24 wahren Son-neiistunden um r mehr als die 24 Sternstunden betragen undüberhaupt sein müssen:
Die tägliche Zunahme der AH der Sonne ist nicht immergleich, weil erstens, die Bewegung der Erde um die Sonnenicht gleichförmig ist, und zweitens, weil die Bewegungnicht parallel der Umdrehung der Erde um ihre Achse er-folgt, sondern in der Ebene der Ecliptic geschieht, welchegegen den Aequator um einen Winkel von 23° 28' geneigtist. Wenn man durch die Endpunkte der ungleichen Bögender Ecliptic, welche die Sonne täglich scheinbar beschreibt,grösste Kreise legt, welche senkrecht auf dem Aequator stehen,so werden die zwischen diesen Kreisen enthaltenen Bögendes Aequators auch mehr oder weniger ungleich sein unddie täglichen Zunahmen der AB der Sonne, oder die ver-schiedenen Verspätungen der Sonne gegen die Sterne wäh-rend 24 Stunden, bezeichnen.
Um nun die Zeit nach gleichförmiger Bewegung somessen zu können, dass diese Zeit nicht allzu sehr von derwahren Sonnenzeit abweicht, nehmen die Astronomen eineeingebildete, sogenannte mittlere Sonne an, welche ganz ge-nau in einem Jahre mit gleichförmiger Bewegung den Um-fang des Aequators durchläuft und setzen dabei voraus, dasswenn die wahre Sonne sich in der Erdnähe befindet, alsdann
N Sonnenstunden = j N Sternstunden X