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Geschichte des uradelichen Aufseß'schen Geschlechtes in Franken
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sich binnen acht Tagen nicht erklären würden, nehme er an, daß siemit Euchar gemeinschaftliche Sache machen.

Während Veit, Balthasar, Wolf, Wilhelm und Fabian dem Bischofgegenüber das Verfahren des Bischofs um deswillen nicht für Unrechterklären, weil sie von der Wiederaufrichtung des Galgens durch Eucharnichts gewußt zu haben vorgaben, glaubten pankraz ((93) und Wolfzu Freienfels ((73) den Bischof in einem Schreiben vom (9. Juni (5(3darauf aufmerksam machen zu müssen, daß er diese Frage nicht mitGewalt durch Abhauung des Galgens, sondern vor einem unparteiischenRichter hätte zum Austrage bringen sollen. Wegen des Empfangsder Lehen liege es nur an ihm, hierzu einen Tag zu bestimmen. EinSchreiben des Bischofs vom 20. Zum (5(3 sucht die Ansichten derbeiden Aufsetze zu widerlegen. Dennoch ließ der Bischof nach einemBerichte des Aastners von Scheßlitz vom (0. Zuli (5(3 Zeugen ver-nehmen, um sich verantworten zu können.

Fast zu gleicher Zeit erhielt aber pankraz ((93) eine Zitation desKaisers Maximilian vom 9- Zuli (5(3 auf den 2st> Zuli (5(3 nachAugsburg, wo vor den kaiserlichen Lsofräthen zwischen den Anwältendes Bischofs von Bamberg und pankraz v. A. verhandelt werdensollte.

Aus diesen Verhandlungen geht die merkwürdige Thatsache her-vor, daß am f. Zuli (5(8 vom Kaiser Maximilian dem pankraz v. A.das Privilegium über Stock und Galgen von Neuem bestätigt wordenwar,') aber auf besseres vorbringen des Bischofs (die erwähntenZeugenaussagen) wenige Tage daraus wieder kassirt wurde. DerBischof ließ hierbei beantragen, die Sache zum Austrage vor dasReichskammergericht zu bringen.

Am 27. September (5(3 hatte sich Markgraf Tasimir zu Branden-burg von Ansbach aus an den Bischof von Bamberg zur Ausgleichungdieses Streites gewendet, jedoch vergeblich.

Euchar v. A., der diesen Zustand nicht länger ertragen konnte,sendete endlich am 3. Oktober (5(8 dem Bischof Georg von Bambergeinen Fehdebrief zu, worin er erklärte, daß er dem Bischof mit seinenLeuten, sowie auch Veit v. A. zu Wüstenstein und Wolf v. A. zuWeiher, die zum Bischof hielten, wegen des öfteren gewaltsamenUnternehmens gegen das Halsgericht und besonders wegen des Um-hauen? des Galgens, Feind sein wolle. Am 6. Oktober (5(8 schon

') Abschrift im Archiv zu Aufseß und Abdruck im oborfräuk. Archiv vonkS87 Bd. XVII Heft I.