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Geschichte des uradelichen Aufseß'schen Geschlechtes in Franken
Entstehung
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Sohn Carl Heinrichs hatte er dessen Besitzungen zu (Oberaufseß^Königsfeld und Wohnsdorf und erhielt f??7 Heckenhof. Mit seinenkatholisch gewordenen Vettern zu Unteraufseß Christian Ernst (3(s0),,Carl Dietrich Aobst Bernhard (3H5) und Johann Philipp (3^6), be-sonders aber mit ersterem hatte er harte Kämpfe wegen der pro-testantischen Kirche und Schule zu Aufseß, da dieselben den katholischenGottesdienst einführen wollten, während Chr. C als guter Protestantdagegen sich widersetzte. Pfarrer Kraust in Aufsest schildert ihn inseiner Pfarrbeschreibung der Kirche von Aufsest vom Jahre fWsf mitfolgenden Worten: „Zu Chr. C lebte deutsche Geradheit, deutscherfreudiger Muth, mit Ernst und Witz gepaart, eine gesunde herzlicheFrömmigkeit, eine seltene Gabe, sich gemeinverständlich und gemein-nützlich zu machen, ein durchdringender scharfer verstand und unterseinem schlichten Rocke pochte ein menschenfreundliches Herz. Er warHerr und Vater seiner Unterthanen, beides im vollen Sinns desWortes, strenge gegen sich selbst zuerst und darum mit desto größeremErfolge und ohne hart zu erscheinen gegen seilte Unterthanen." Mitdiesem Manne hatte es der Fanatiker Christian Ernst v. A. zu thun,der sich der Wiederherstellung der sehr baufälligen protestantischenKirche im Schlostbof zu Unteraufseß widersetzte. (Obgleich Chr. L.nach einem vergleichsrezest von s7f0 nur die Hälfte der Baukosten derKirche zu zahlen hatte, die andere Hälfte aber die Söhne Friedrichsv. A., erklärte er dennoch, auf seine Kosten den Bau herstellen zuwollen, und legte am f5. Juni f?35 in der Art Hand ans Werk, daßer in Begleitung des markgräflichen Amtmanns von Streitberg, dermit einem schriftlichen Befehl des Markgrafen die (Oeffnung des Schloß-thores zu Unteraufseß verlangte, und umgeben von den nöthigen Werk-leuten in den Schloßhof einzog, die Einlegung der baufälligen Kirchebegann, und sofort den Grundstein zur neuen legte. Der Weiterbauwurde jedoch durch ein von Chr. Ernst erwirktes kaiserl. Mandatvom f8. August s735 verhinderte. Dieser Zustand brachte die Pro-testanten in Zlufseß in eine derartige Verzweiflung, daß sie in einerausführlichen Bittschrift von? f. (Oktober f737 Chr. L. erklärten, lieber,wie ihre Salzburger Glaubensgenossen, ihre Heimath verlassen zuwollen, als diesen Zustand länger zu ertragen. Endlich, am 23. Sep-tember j7H0, am Tage der alten und neuen Kirchweihe, erschien einSpruch des Kaisers, nach dem die Kirche zu Aufseß als eine reinevangelisch-lutherische Pfarrkirche, mit Hinwegweisung eines Simul-taniums der Katholiken, nicht nur neu auferbaut, sondern in der vonChr. L. geforderten Weise erweitert werden soll. Hierdurch war allerStreit zu Ende und Chr. C konnte sein Werk fortsetzen und nach zwei