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der alten Imperatoren wieder herzustellen und die deutscheKönigskrone seinem Hause zu sichern. Indem der Grundsatzder Erblichkeit durch einen in aller Form erwirkten Beschlussder Reichsversammlung festgestellt werden sollte, gedachteer dieses Ziel zu erreichen. Ehe es ihm gelang, denletzten Widerspruch gegen diese Abänderung der Verfassungzu brechen, und zunächst zufrieden damit, dass sein zwei-jähriger Sohn Friedrich zum König gewählt ward, wurdeHeinrich VI. in Messina vom Fieber hinweggerafft. Der un-erwartete Tod des grossen Kaisers entfesselte die dem Erb-recht widerstrebenden Tendenzen der Fürsten aufs neue, undin dem sofort beginnenden Verfassungskampfe wich durchdie Bemühung Adolfs von Köln ein Teil der Fürsten inNorddeutschland vom staufischen Hause ab und wählte Ottovon Braunschweig. Der Papst Innocenz III., nach einer zu-treffenden Bemerkung Rankes der Erbe der MachtstellungHeinrichs, trat auf Seite der Anhänger des freien Wahlrechtsder Fürsten in der Absicht, das Königtum zu beschränkenund zu zerstören. Dieses Vorhaben gelang ihm nur zu gut.Der neue Bürgerkrieg hat wie der Investiturstreit das Reichs-gut vermindert und das Fürstentum von neuem gestärkt.Auch Friedrichs II. Erhebung war wie diejenige Lothars vonSupplingburg ein Werk der mit dem Papsttum verbündetendeutschen Aristokratie. Dem entspricht es, dass der jungeKönig den grössten Wert darauf legte, im Einvernehmen mitden Fürsten zu handeln. Indem er auf unmittelbare Regie-rung in Deutschland verzichtete, fasste er um so fester dieMittel zusammen, die ihm seine Besitzungen in Italien boten.Es ist in der That unbestreitbar, was Ficker 6 ) glänzend aus-geführt hat, dass die Erwerbung des sicilischen Königreichs„die frühern Verhältnisse störte und den Weiterbestand desKaisertums in alter Weise unmöglich machte". In Deutsch-land musste das Fürstentum, in Italien das Papsttum einenvollkommenen Sieg erringen. Es musste dahin kommen,dass Schützlinge des Papstes, Heinrich der „Pfaffenkönig", undWilhelm, „ein Pflänzlein, von päpstlicher Hand gesäet", voneiner bevorzugten Klasse von Reichsfürsten gewählt wurdenund dass der Wille des Papstes Deutschland regierte.