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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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Zuwachs und dafür eine deutsche und eine französische Stunde inWegfall kam. Diese Umwandlung geschah mit Rücksicht darauf, daßbereits im Winter 1886 die Zahl der Schüler in den Realklassen vonTertia aufwärts stark zurückstand hinter derjenigen der Gymnasialklassen.In den 6 Nealklassen (2 Tertien, 2 Sekunden, 2 Primen) befanden sichnämlich im ganzen 77 Schüler, also im Durchschnitt 13, in den4 Gymnasialklassen dagegen 91, also im Durchschnitt 23. Die Zahlder Lehrer, welche bei der Gründung der Gymnasialuntertertia an der Gym-nasialabteilung unterrichteten, betrug 9 (incl. beider Neligionslehrer unddes Zeichenlehrers), von Ostern 1888 unterrichten am Gymnasium bereits26 Lehrer. Die erste Gymnasialklasse hat von ihrer Gründung biszur Prima als Ordinarius hinaufgeführt Dr. Braun, dessen Name inder Geschichte der Gymnasialabteilung nicht unerwähnt bleiben durfte.

Überblicken wir die kurze Entwicklung der jungen Anstalt, sodürfen wir sagen, daß dem Wesen nach schon jetzt das Gymnasiumdie Hauptanstalt bildet, mährend die Realklassen, die vorderhand infolgeder historischen Entwicklung der Gesamtanstalt den Namen geben, ihrerFrequenz nach als sich anlehnende und durch das Gymnasium gestützteParallelklassen anzusehen sein möchten. Ein eigentümlicher Zufall ists,daß die Gründungsjahre beider Anstalten dieselben Zahlen in verän-derter Reihenfolge tragen: die Realschule wurde 1838, das Gymnasium1883 eröffnet. Und während die würdige Schwesteranstalt ihr 50jährigesJubelfest feiert und zahlreiche Glückwünsche von einer reichen Zahl alterSchüler entgegennimmt, muß die jugendliche Genossin sich in Bescheiden-heit zurückhalten; doch wollen wir ihr nach ihrem 5jährigen Bestehen,das dem altrömischen Lustrum gleichkommt, den frommen Wunsch, dendie römischen Censoren bei der Lustrationsfeierlichkeit dem Volke mit-gaben: ut ckii iuuuortalss popuii Uoiuaui ras luslioess aiuplioresquetaesrsut in der veränderten Form für die weitere Arbeit mitgeben:ut Osus imiuortalis Ei^iuuasü rss insliemos arupliorssgus laesröt.Damit wir aber über dem Geiste des klassischen Altertums den deutschenGeist nicht vergessen, der diese Schule stets erfüllen möge, wollenwir des schönen Zufalls gedenken, daß der erste grundlegende Beschlußdes Kuratoriums, gymnasiale Klassen zu errichten, am 27. Januar 1882gefaßt wurde, also am Geburtstage des dereinstigen deutschen Kaisers:o^tivais taustisgus oiuiuilzus!