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erschienene Programm-Abhandlung „über Systems der Kräfte", Essen bei Bädeker,und promovierte am 17. Juni 1835 vor der philosophischen Fakultät zu Halle.Ostern 1838 wurde er zum Direktor der in seiner Vaterstadt zu errichtenden Real-schule berufen und eröffnete' dieselbe am 28. Mai desselben Jahres. Die Ver-sammlung des Rheinisch-Westfälischen Schulmänner-Vereins wählte ihn am1. Oktober 1842 zur Vertretung des Realschulwesens in die Redaktion des vondemselben herausgegebenen Museums, welcher er bis zum Eingehen dieser Zeit-schrift (1850) angehört hat. Unter dem 1. November 1846 erhielt er von derphilosophischen Fakultät zu Münster den Ruf zur Übernahme einer ordentlichenProfessur, blieb aber in seiner hiesigen Stellung bis zu seinem Tode 7. Oktober 1870.Er war von 1850—53 Mitglied des Gemeinderats. Im Jahre 1860 wurde ihmder rote Adlerorden 4. Klasse verliehen. Außer verschiedenen Abhandlungen inCrelles Journal (Bd. 16. 18. 22), Grunerts Archiv (Bd. 2. 29. 30) und ingedachtem Museum (Bd. 2. 3. 5) sind von ihm im Buchhandel erschienen: 1. DasDipleidoskop, Düsseldorf. Böttcher 1347. — 2. Über Rotationsapparate, Braun-schweig. Vieweg 1858. — 3. Schulreden. Düsseldorf 1860. — 4. BendemannsWandgemälde. Düsseldorf 1866.
2. Wehoff, Heinrich, geboren den 28. April 1804 zu Büttgen bei Neuß, vor-gebildet auf dem Kollegium zu Neuß und dem Gymnasium zu Düsseldorf, widmetesich auf der Universität Bonn philologischen und naturwissenschaftlichen Studien,und bestand im Herbst 1827 das Examen pro tue. äoo. Hierauf trat er sein Probe-jahr am Gymnasium zu Düsseldorf an, wurde zu Ostern 1828 als Lehrer an dasProgymnasium in Ürdingen berufen, vertauschte diese Stelle aber nach einemhalben Jahre mit einer Erzieherstelle in einer adligen Familie, die ihm Gelegenheitzu größeren Reisen bot. 1833 wurde er an das Gymnasium zu Emmerich berufen,von dort 1338 als erster Lehrer an die Realschule zu Düsseldorf, erhielt 1842 dasPrädikat „Oberlehrer" und 1848 das Professorpatent. Im Frühjahr 1850 brachteer mehrere Wochen als Abgeordneter im Erfurter Parlaments zu und wurde nochin demselben Jahre zum Direktor der höheren Bürgerschule (spätern Realschule I. O.)und der Königlichen Provinzial-Gewerbeschule zu Trier ernannt. Einen Ruf alsNegierungs- und Schulrat, sowie einen andern als Direktor des Pädagogiums zuWien lehnte er ab. An Ordensauszeichnungen erhielt er 1852 den Adler derRitter des Königlichen Hohenzollernschen Hausordens, 1859 das Ritterkreuz I. Klassedes Weimarschen Falkenordens, 1875 den Königlichen Kronenorden III. Klasse. ImHerbste 1875 wurde er pensioniert und lebte mit wissenschaftlichen Arbeiten vielfachbeschäftigt in Trier, wo er am 5. August 1886 verstorben ist. Er hat folgendeSchriften verfaßt: 1. Metrische Übersetzungen: a. drei Dramen von Moliäre (Aachen,Mayer); d. Sophokles' sämtliche Dramen (Leipzig, Bibliographisches Institut);
0. Elf Dramen von Shakespeare (ebendaselbst); 4. Walter Scotts Fräulein vomSee (ebendaselbst); o. Tegners Frithjofssage (ebendaselbst); k. Blütenstrauß derfranzösischen und englischen Poesie (ebendaselbst); A. Longfellows Evangeline(Programm der Realschule zu Trier); d. des Ausonius Mosella (Trier, Lintzj;
1. Racines Werke (Berlin, Habel). 2. Biographien: a. Goethes Leben (Stuttgart,Conradi); d. Schillers Leben (ebendaselbst). 3. Schulbücher und Schriften zurPoetik, Metrik und Interpretation der Dichter: a. Geographischer Leitfaden in