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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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der Ansprüche für die Berechtigungen und damit der Kostenpunkt hatden alten Düsseldorfer Bürgerstand mehr und mehr von der Anstaltabgedrängt, zumal da andere Schulen seine Bedürfnisse mit der Zeitbesser berücksichtigten als früher. Dagegen hat die zugewanderte,vorwiegend evangelische Bevölkerung, deren Mittel der längeren Schul-dauer gewachsen waren, die Anstalt fleißiger benutzt uud auch wohldie Entwicklung znm Gymnasium freudig begrüßt. Unterstützt wurdeder ganze Vorgang durch das früher unbillig hohe Schulgeld,welches den Besuch nur wohlhabenderen Leuten gestattete und dieärmeren zum Gymnasium verwies.

Trotz dieses Wandels der Zeiten dürfen wir annehmen, daß dasInteresse für den verdienten Gründer nicht geringer geworden und daßwir nur einer Pflicht genügen, wenn wir eingehender und lebhafterHcincns Siid an den Anfang unserer Geschichte stellen. Hat er doch32 Jahre die Schule geleitet und dieselbe trotz vielfacher Anfechtungenund Schwierigkeiten zu einer der größten und angesehensten Anstaltender Rheinprovinz entwickelt. Tausende von Schülern danken ihm,was sie geworden sind.

Franz Heinen war ein Sohn Düsseldorfs, geboren 1804. Erhatte das Gymnasium in denselben Räumen besucht, in denen er 1833die neue Realschule begründete, ein Zufall, der von dein gemütvollenManne tief empfunden wurde. Nachdem er in Bonn, ohne einseitigseinen Fachstudien zu leben, doch vorzugsweise Mathematik und Natur-wissenschaften studiert hatte, verließ er die Universitätsstadt, um inTrier und bald darnach am Clever Gymnasium im Schulfache praktischthätig zu sein. Nie aber vergaß er,daß von dein Augenblicke an,wo in dem Schulmanne das wissenschaftliche Streben und Forschenoder gar das Interesse für die Wissenschaft erstirbt, er selbst auchseinen: Berufe, der Schule abstirbt". (Rede an die vereinigten Schul-männer 7. April 1863.) Das wissenschaftliche Arbeiten war um solebenskräftiger, als es unterstützt wurde durch eiu inniges Freundschafts-verhältnis zu seinem verehrten Lehrer, dem Professor Plücker inBonn. So erwarb er sich einegründliche Gelehrsamkeit" (WorteLandfermanns), die ihm unter anderen Anerkennungen auch dieBerufung zu einer ordentlichen Professur an der Universität Münster(anno 1846) eintrug. Sicher würde Heinen einer solchen StellungEhre gemacht haben, aber vielleicht dachte erzu bescheiden" übersein Können, wie es ihm Alexander von Humboldt bei Über-