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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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ist es wahrscheinlich, daß das zu einem gewissen Zeit-punkt gewonnene Nationalprodukt von einer wesentlich-geringeren Anzahl Arbeiter in derselben Zeit erzeugtwerden könne? Nehmen wir an, daß das ganze Jahreseinkommendes schwedischen Volkes gegenwärtig und bei einer Volksmengevon ungefähr 5 Millionen Menschen 1500 Millionen Kronen be-trage; ist es nun glaublich, daß dasselbe gesammelte Einkommenerzielt werden könne, wenn der Volksstock plötzlich auf 4 Millionenreduziert wird? Ich bezweifle, daß irgend jemand dies für möglichhielte. Die Schweden sind ein Volk von 4 Millionen gewesen,hatten aber da, Ende der 60 er Jahre des 19. Jahrhunderts, ganzsicher ein bedeutend geringeres Nationaleinkommen als jetzt mit5 Millionen, und zwar nicht nur absolut, sondern auch relativ.Kommen jetzt nach der obigen Annahme durchschnittlich 300Kronen auf einen jeden, so betrug die Summe zu dem genanntenZeitpunkte sicher nicht mehr als 200 Kronen auf den Kopf. Esläßt sich zwar annehmen, daß 4 Millionen Menschen, oderrichtiger der produktive Teil derselben, dank der Entwickelungder Technik, jetzt ein größeres Arbeitsprodukt hervorbringenwerden als vor dreißig Jahren; daß aber die kleinere Menschen-masse in ein und derselben Zeit ebensoviel erzeugen sollte, wiedie größere, ist in dem vorliegenden Falle undenkbar. DasHöchste, was man sich denken könnte, wäre, daß die kleinereverhältnismäßig ebensoviel erzeugte, d. h. in diesem Falle 1200Millionen Kronen. Alles spricht aber dafür, daß der Niedergangim Arbeitsprodukt nicht proportional sein würde, sondern größer.Der Ertrag der Arbeit wächst nämlich in demselben Maße, wiedie Produktion umfassender wird, und umgekehrt. Ein Sinkender Volkszahl Schwedens im gegenwärtigen Augenblicke vonungefähr 5 Millionen auf 4 würde somit kein größeres Einkommenfür jeden Kopf herbeiführen, als was jetzt der Fall ist, sondernaller Wahrscheinlichkeit nach ein geringeres.

Dieses ist die größte Illusion der Neomalthusianer, die siefreilich von den Malthusianern selbst übernommen haben, dennauch sie glauben gewöhnlich, daß mit der Einschränkung derVolkszahl das Übel der Armut verschwinden, die Arbeitslöhnesteigen und das, was wir jetzt die soziale Frage nennen, sichvon selbst lösen würde. Ich will nicht bestreiten, das Fälle denk-Dar wären und auch vorhanden waren, wo eine Einschränkungdes Volkszahl größere Einnahmen und Wohlstand für die Übrig-