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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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Anziehungskraft, gleichgültig ob Menschenüberfluß oder Volks-mangel im Heimatlande ist.

Man darf auch die dieser Volksbewegung anhaftenden Nach-teile nicht mit so schelen Augen betrachten, wie manche es tun.Unzweifelhaft bezeichnet sie einen Verlust für das eigene Volk,sowohl an Menschen wie an Besitz, den letzteren teils in Formvon Kosten für die Erziehung u. a. m., teils als Reisegeld. Stetsentsteht aber nach einiger Zeit ein Gegenstrom beider Teile, dergegenwärtig in Schweden ungefähr die Hälfte der Stärke desausgehenden Stromes, was Menschen betrifft, ausmacht und sicherbedeutend mehr, was den Besitz anlangt.

Was von der Emigration, gilt auch in der Hauptsache vonder Armut und dem Elend verschiedener Art in unseren Tagen.Diese Gesellschaftsgebrechen geben sich zwar überall da zu er-kennen, wo Übervölkerung vorhanden ist; man darf aber nichtumgekehrt von der Armut auf Übervölkerung schließen. Denndie erstere hat viele andere, individuelle wie soziale, Ursachen.Vor allem muß die für die Gegenwart so charakteristische An-häufung in den Großstädten Armut im Gefolge haben. Dielokale Übervölkerung ist regelmäßig durch die Not begleitet,aber diese ist, wie schon oben dargetan, nicht an sich ein Beweisfür wirkliche Übervölkerung. Aus diesen verschiedenen Ur-sachen gibt es kein Land, in welchem nicht Arme in einemgrößeren oder kleineren ^Prozentsatz vorkommen, in Frankreichebensowohl wie in anderen Ländern. Ob die Erscheinung derArmut unter den zivilisierten Völkern der Gegenwart außerdemdurch wirkliche Übervölkerung d. h. durch ein Mißverhältniszwischen dem Nationalprodukt und den davon zu sättigendenBewohnern verursacht wird, ist ungewiß. Alles beruht darauf, obeine Verminderung der Volkszahl den Übrigbleibenden größereMöglichkeiten bereiten würde oder nicht. Natürlich beantwortendie Neomalthusianer dies bejahend, die Antwort ist aber nichtwohl begründet.

Die in diesem Falle angeführte Beweisführung ist für dieAuffassung der ganzen Bevölkerungsfrage seitens der Neomal-thusianer charakteristisch. Sie betrachten dieselbe, wie oben er-wähnt, überwiegend vom Gesichtspunkte der Privatökonomie unddes Einzelnen aus und folgern deshalb ungefähr so:EinMann hat eine aus zwei Kindern bestehende Familie, die er nochgerade anständig zu versorgen vermag; kommen nun zwei oder