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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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schaft größer als an dem Fuße derselben. Allein schon so wiees jetzt ist, ist diese Art der Übervölkerung groß und vor allempermanent. Infolge ihres Ursprunges ist derselben auch nichtdurch Einschränkung der Größe der Familien im ganzen Volkeoder in dieser Klasse, wie es Väter und Mütter aus dieser Klasseallgemein glauben, abzuhelfen. Auch von der Wissenschaft wirddiese hochwichtige Erscheinung gewöhnlich falsch gedeutet undmit der allgemeinen Vermehrung der Bevölkerung verwechselt.

Ebenfalls eine Art von Übervölkerung ist die lokale, dieauf der Anhäufung der Menschen z. B. in einer großen Stadtberuht. Auch sie hat nunmehr wenig oder nichts mit einer wirk-lichen Übervölkerung zu schaffen, denn gleichzeitig herrscht oftauf dem Lande Mangel an Arbeitskräften. Da dieselbe aberoffen vor aller Augen liegt und außerdem regelmäßig Not undElend für eine Menge Personen im Gefolge hat, so wird siefälschlich als eine Illustration zur Lehre von dem Naturtrieb derFortpflanzung und der Unzulänglichkeit des Spielraumes der Er-nährung gedeutet.

Schließlich erwähnen wir die momentane Übervölkerunginfolge von Mißwachs oder Krisen. Ungleich den zuletzt be-handelten Arten von Übervölkerung hängt diese unzweifelhaftmit der Zahl der Bevölkerung und ihrem Verhältnis zum Spiel-raum der Ernährung zusammen. Hieraus folgt jedoch nicht, daßwir sie und ihre Begleiterscheinungen, Hungersnot und Arbeits-losigkeit, in erster Reihe als Wirkungen der Überzahl der Be-völkerung zu betrachten haben. Zuweilen kann dies der Fallsein, nämlich wenn sich oft Hungersnot einstellt, indem das Volkauch in guten Jahren nahe der Grenze des Spielraumes der Er-nährung lebt und dann bei der ersten Verringerung der Erntewirklich Mangel leidet. In anderen Fällen wiederum, und wenndie Geißel der Plungersnot sich nur in den seltenen Fällen voll-ständigen Mißwachses zu erkennen gibt, ist dieselbe, ebensowenig wie Arbeitslosigkeit infolge zufälliger Geschäftsstockungen,ein Beweis für Übervölkerung. Denn wäre dies der Fall, somüßte mit der Einschränkung der Volkszahl dem einen wiedem anderen abgeholfen und vorgebeugt werden können. Diesist jedoch nicht wahrscheinlich. Die Bevölkerungszahl auf einMinimum zu beschränken, das bei Mißjahren und zu Zeiten vonKrisen bequem leben und Beschäftigung finden kann, hieße, siefür die guten Jahre und Zeiten unzureichend machen. Der Staat