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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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zeichneten Gesundheitszustand und einer hohen mittleren Lebens-dauer. Gerade dieser Zustand herrscht gegenwärtig bei den meistenzivilisierten Völkern und ihn haben wir also täglich vor Augen.

Außer den beiden eben beschriebenen Arten von Über-völkerung, welche, obsclion in ihren Wirkungen himmelweit voneinander verschieden, doch von derselben Gattung sind, indem beidemit der Vermehrung der Bevölkerung und dem Spielraum derErnährung im Zusammenhang stehen, giebt es andere, die gar-nicht, oder wenigstens nicht unmittelbar darauf beruhen. Einesolche Art ist die Berufsübervölkerung, die darin besteht,daß zu viele einen gewissen Beruf, z. B. den des Lehrersergreifen. Diese Form ist stets eine vorübergehende, da sie sichin kurzem auf dieselbe Weise selbst Abhülfe verschafft, wie daszu starke Angebot einer Ware auf dem Markte. Auch diespeziellen Fälle davon, die vorkommen, wenn eine Industrie durchdas Entstehen anderer, die die erstere überflüssig machen, auf-hört, oder bei der Einführung von Maschinen an Stelle des Hand-betriebes, beruhen offenbar nicht auf der Vermehrung und derÜberzahl der Bevölkerung. Ihnen wird auch durch eine andereVerteilung der Arbeit und der Arbeiter von selbst abgeholfen.

Anders verhält es sich mit der sozialen Übervölkerung,obschon auch diese ausschließlich auf einer Verschiebung derverschiedenen Bevölkerungselemente beruht. In allen Zeiten,aber zumeist in der Jetztzeit geht eine stark aufwärtssteigendeBewegung im Gemeinwesen vor sich. Der Sohn des Arbeiters,des Bauern strebt darnach, sich, wenn sich nur eine Gelegenheitdazu bietet, über seinen Stand zu erheben und in die Reihen dersog. Gebildeten einzutreten. Hierdurch entsteht in dieser Klassenotwendig ein großer Andrang. Die Anzahl Platzsuchender isthier in der Regel zehnfach größer als die Auswahl freier Plätze,wenn auch gleichzeitig unter den Handarbeitern Mangel an Händenherrschen kann. Diese Art von Übervölkerung hat darum nichtsmit wirklicher Übervölkerung und Bevölkerungszahl zu schaffen, ob-schon die Menschen sich dies gewöhnlich vorstellen. Derselbe ist aus-schließlich eine Frucht des sozialen Umsatzes. Je lebhafter dieserist, um so größer wird der Andrang. Wird also der demokratischeGedanke, die Volksschule dem Unterricht derart zu Grunde zulegen, daß von ihr aus direkt der Eintritt in die gelehrten Schulenoffen steht, durchgeführt, so wird die Übervölkerung in dieserKlasse unerträglich und daß Proletariat an der Spitze der Gesell-