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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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selten, und weniger auf Grund der Erfahrungen der Statistik,als von allgemeinem Gesichtspunkte aus, hierüber geäußert. DieStatistik hat aber hier das entscheidende Wort zu sprechen, aller-dings erst, wenn sie selbst älter geworden ist und Erfahrungenhat sammeln können. Die Zeit hierfür scheint sich indessen jetztzu nähern.

Die empirische Grundlage der ganzen Lehre ist die schonfrüher von anderen ausgesprochene Wahrheit, daß die Tiere sichbis und über die äußerste Grenze ihres Ernährungsspielraumeshinaus fortpflanzen und vermehren. Bei ihnen wirkt der Fort-pflanzungstrieb als ein blindes Naturgesetz, das neue Geschöpfein die Welt setzt, gleichgültig", ob Unterhaltsmöglichkeiten für die-selben vorhanden sind oder nicht. Andererseits ist der Spiel-raum sowohl rein lokal wie noch mehr inbezug auf die Nahrungauf unserer Erde begrenzt. Für den Landbau gilt überdies dasGesetz von den relativ abnehmenden Erträgen. Auf diese allge-meinen, durch die Erfahrung bestätigten Sätze stützt sich dieLehre. Ihr Urheber sucht freilich auch aus der Geschichte undder Statistik neue Stützpunkte zu gewinnen, aber diese sindziemlich bedeutungslos. Es sind auch nicht diese, gegen welche dieKritik sich gewendet hat, sondern es sind die oben genanntenallgemeinen Sätze, die bestritten werden.

So stellen einige, z. B. Carey, H. George und in jüngsterZeit Oppenheimer die Gültigkeit des Gesetzes von den ab-nehmenden Erträgen oder im allgemeinen von der Begrenzungdes Ernährungsspielraumes in Abrede. Andere (meistens Sozialisten)stimmen dem bei, meinen aber zugleich, das Mißverhältnis zwischenVolksvermehrung und Nahrungsmitteln werde ausschließlich durchdie Verteilung des Eigentums und der Erträgnisse unter denjetzigen ökonomischen Verhältnissen verschuldet, während wiederandere (Sadler und Spencer) der Ansicht sind, daß steigendeDichtigkeit der Bevölkerung und Kultur von selbst oder ausphysiologischen Gründen die Abnahme der Fortpflanzungsfähigkeitherbeiführen werden. Schließlich haben einige, wie P. Leroy-Beaulieu, Levasseur und J. Wolf die Meinung ausgesprochen,das Gesetz habe zwar für Menschen auf niedrigerer Stufe wiefür Tiere, aber nicht für die hochstehenden Kulturvölker derGegenwart Gültigkeit, bei welchen letzteren sich im Gegenteil eineTendenz geltend mache, langsamer zu wachsen als der Spielraumder Ernährung. Von diesen Ansichten ist die Sadler-Spencersche