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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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oder größeren Raum einnimmt, als die augenblickliche Kultur-arbeit es erfordert.

Wenn nun aber die gebildete Klasse gar nicht oder nurlangsam wächst und andrerseits, wie in der schwedischen Gesell-schaft, eine starke Bewegung von unten nach oben stattfindet,während wenige den entgegengesetzten Weg einschlagen, wobleiben, sie dann alle und wie hält sich diese Klasse stets aufungefähr derselben Ziffer? Die Antwort hierauf ist in dieserArbeit gegeben. Sie ließe sich auch ohnedies finden, denn sieergibt sich nach der eben gemachten Betrachtung von selbst:die Geschlechter sterben aus. Die gebildete Klasse gleichteiner Armee, die beständig aus derselben Truppenanzahl besteht,während die Mannschaft wechselt, indem alte Leute verabschiedetund neue ausgemustert werden. Gerne möchten wir näher wissen,wie es bei dieser sozialen Ausmusterung hergeht, in welchemUmfange und in welcher Ordnung sie von statten geht. Aberwir können hier kaum mehr als Mutmaßungen aufstellen.Das Gedränge in der gebildeten Klasse ist groß; und die Ge-schlechter sind infolgedessen meistens klein. Wir müssen hiernämlich stets an Geschlechter, nicht an Individuen denken, selbstwenn die ersteren, wie bei den Geschlechtern der Emporkömm-linge, nur aus einer Person bestehen. Denn dieser innere Um-satz soll nicht nach Individuen, sondern nach Geschlechtern undNamen studiert werden. Für jeden neuhinzugekommenen Manngeht wahrscheinlich einer fort, aber deshalb geht noch nicht fürjedes neuhinzugekommene Geschlecht ein solches fort. Die altenGeschlechter mit vielen Individue-n geben erst eines nach demanderen ab, bevor es mit dem letzten Sprößling selber abtritt.Aber in welcher Ordnung schwinden die Geschlechter dahin ?Nach den oben bei den Adelsgeschlechtern gewonnenen Er-fahrungen kann man mit Sicherheit annehmen, daß unter denjungen, eben hinzugekommenen die größte Sterblichkeit herrscht.Diejenigen, denen es gelungen ist, sich durch die erstenschweren Zeiten hindurchzukämpfen, haben größere Aussicht,siegreich im Kampfe zu bestehen. Der Zusammenhang zwischendem Alter der Geschlechter und ihrer Größe ist indessen, wiewir oben betreffs der Adelsgeschlechter gesehen, nicht deutlich.Die Tatsache selbst jedoch, daß die jungen Geschlechter ingrößerer Zahl dahinscheiden als die alten, bleibt bestehen, unddies ist eigentlich das einzige, was wir über die Ordnung,