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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Die aufwärtsgehende Bewegung. Daß ununterbrochen eineStrömung von den unteren Lagern der Gesellschaft nach denhöheren stattfindet, ist allbekannt. Die handgreiflichen Beweisedafür haben wir rings um uns her. Aber von dem Umfang dieserBewegung, sowie den Wegen und der inneren Beschaffenheitderselben wissen wir sehr wenig. Die augenblicklich einzigeMöglichkeit, sie zu studieren, ist die, daß man die Statistik überdie Schüler der Lehranstalten, die von den Kindern der höherenKlassen oder denjenigen, die zu diesen Klassen hinaufführen, be-sucht werden, zur Hand nimmt. Diese Lehranstalten sind inSchweden die öffentlichen Staatsschulen. Zwar gibt es nocheinig'e Privatschulen, die beinahe ausschließlich von Söhnen derhöheren Klassen besucht werden, aber ihre Anzahl ist in Schwedensehr gering. Die Hauptmasse der Kinder der gebildeten Klassefindet man in den öffentlichen Staatsschulen. Wichtiger ist in-dessen, daß die genannten Schulen beinahe ausnahmslos alle diefassen, die sich von einer niederen Klasse zu einer höheren hinauf-arbeiten wollen. Denn wenn sie auch früher die Volksschule be-sucht haben, so wird doch hier ihre Ausbildung und Umwandlungvollendet. In diesen Lehranstalten kann man also, vorausgesetzt,daß eine Statistik über die Herkunft der Schüler vorliegt, denaufwärtsgehenden Strom in der Standeszirkulation studieren undmessen. Und in dieser Beziehung sind zu drei verschiedenenMalen, 1875, 1885 und 1897 Untersuchungen vorgenommen worden.Die erste war mehr summarisch, die anderen detaillierter. DasResultat dieser Untersuchungen geht aus nachfolgender Über-sicht hervor.

Herkunft der Schüler an den höheren Staatsschulen nachdem Berufe des Vaters (relative Zahlen) 1 ).

Beruf des Vaters 1885 1897

0/ 0/

10 Ii)

I. Gutsbesitzer, größere Gewerbetreibende I t ? /i

Kaufleute und dergl / 3,4 4 ' 9

Kirchliche und zivile Beamte (mit einem jährlichen Ein-kommen von mindestens 3000 Kr.)

Ärzte, Ingenieure, Künstler u. a

Offiziere

. 36,3 39,6

1) Die absolute Schülerzahl war 1885 14617 und 1897 16 180. Die ältere

Statistik von 1875 nimmt nur vier Berufsgruppen mit folgender Verteilung auf:

Gewerbetreibende oder sonst zur Mittelklasse Gehörende 45,3 " 0

Beamte 27,5

Bauern oder Kötner 13,9 r

Arbeiter 13,3 ,,